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Wenn Leistung sich ändert  

Manfred Fischer gehörte als Vorarbeiter zu den Leistungsträgern: „Eine verlässliche Stütze", sagt sein Chef Peter Möller. Als der 46-Jährige seinen Job wegen anhaltender Rückenprobleme kaum noch ausüben kann und sich immer häufi ger krank schreiben lassen muss, ist das für den Inhaber des pommerschen Baubetriebes eine mittlere Katastrophe. „So viel Kompetenz und Know-how möchte man nicht verlieren", sagt er. Er wendet sich daher an eine Expertin für „Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), um sich von ihr beraten zu lassen.


Es ist nicht nur der Fachkräftemangel, der Arbeitgeber offen für das BFW-Angebot des Betrieblichen Eingliederungsmanagements macht. "In einer alternden Gesellschaft werden auch die Belegschaften älter - dabei verändert sich oft ihre Leistung", erklärt Doris Lühder, BEM-Expertin im Berufsförderungswerk (BFW) Stralsund, "sie wird nicht schlechter, nur eben anders." Darauf hat der Gesetzgeber reagiert, indem er die Verpflichtung zu einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement im Sozialgesetzbuch IX geregelt hat. Diese greift, wenn ein Arbeitnehmer während eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist - unabhängig von der Betriebsgröße.
Ziel von BEM-Maßnahmen ist es, die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und den Arbeitsplatz des Betroffenen zu erhalten. Viele Arbeitgeber kennen diese Vorschrift nicht. Für sie ist die Beratung, wie sie im BFW Stralsund angeboten wird, eine gute Möglichkeit, um sich zu informieren. So auch bei Manfred Fischer. Nachdem feststand, dass er die körperlich anspruchsvolle Tätigkeit als Vorarbeiter nicht mehr ausüben kann, ließ er sich gemeinsam mit seinem Chef im BFW beraten. "Dieses erste Gespräch ist immer kostenlos", führt Lühder aus, "dabei klären wir zuerst, ob es eine realistische Umbesetzungsmöglichkeit im Betrieb gibt."
Peter Möller zeigte sich offen und so wurde für Manfred Fischer ein neuer Arbeitsplatz in seinem alten Betrieb gesucht - und gefunden. Nachdem klar war, welche Tätigkeiten er unter welchen Voraussetzungen und bei welchen Arbeitsbedingungen ausüben kann, wurden die notwendigen Hilfen definiert, die er braucht, um schnell und dauerhaft in den Arbeitsprozess zurückzukehren - in seinem Fall eine Qualifizierung zum Bürokaufmann. Inzwischen arbeitet er wieder in seinem alten Betrieb, allerdings in der Auftragsbearbeitung. "Schwer arbeiten muss ich hier auch", schmunzelt er, "aber zumindest nicht mit dem Rücken."


Doris Lühder, BEM-Beauftragte
Telefon: 03831 23-2277
doris.luehder@bfw-stralsund.de
www.bfw-stralsund.de
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