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Kein Patentrezept für den idealen Azubi 40 bis 50 Schulabgänger habe ihm das Arbeitsamt im vergangenen Jahr vorbeigeschickt, erzählt Jochen Becker. Für keinen dieser Bewerber um eine Lehrstelle konnte sich der Geschäftsführer eines Einrichtungshauses in Essen entscheiden: „Vielen war die Lustlosigkeit ins Gesicht geschrieben.“ Letztlich fiel seine Wahl auf eine Jugendliche, die persönlich mit ihrer Bewerbungsmappe gekommen war. "Bei dieser Eigeninitiative kann ich davon ausgehen, dass die Bewerberin Spaß an unserer Branche und unseren Produkten hat." Doch auf die Arbeitsämter will Alfons Heigl, der bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) München das Referat Ausbildungsförderung leitet, so leicht nichts kommen lassen: "Von diesen Stellen wird viel Beratung und Information geleistet." Bei über 200 Berufen gebe es kein Patentrezept, um die `idealen Auszubildenden zu finden. Das persönliche Vorstellungsgespräch sei die beste Basis, "um ein Bild von dem Bewerber zu bekommen". Noch besser beurteilen können Firmen ihre künftigen Auszubildenden, wenn sie schon frühzeitig "Kontakt zu ihnen aufnehmen". Schülerbetriebspraktika als Chance Diese Chance bietet das Schülerbetriebspraktikum: "Eine elegante Möglichkeit, um Engagement und Fähigkeit der Azubis in spe kennen zu lernen", empfiehlt Carl-Dieter Weibert, der bei der IHK Dortmund für den Bereich Berufliche Bildung zuständig ist. Sein Tipp: Kontakte zu Schulen pflegen. "Je bekannter ein Betrieb im Lehrerkollegium, desto größer die Chancen auf eine Empfehlung." Deshalb sollte sich kein Firmenchef davor scheuen, bei öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie einem "Tag der offenen Tür" Schulträger aller Art anzusprechen. Neben dem Arbeitsamt rät Weibert kleinen und mittleren Firmen, für ihre Ausbildungsplätze die Internet-Lehrstellenbörse (asis) in den einzelnen Kammerbezirken zu nutzen. Der Service ist nicht nur kostenlos, sondern er zeigt auch schnell, ob die Lehrstellensuchenden erste Vorkenntnisse der neuen Medien haben", so Weibert. Wichtig sei, dass sich die Betriebe intensiv Gedanken über das Profil von Stelle und Bewerber machen. Suche per Anzeige Die Suche nach einem Azubi ist natürlich auch via Inserat möglich. Neben den regionalen Tageszeitungen oder Fachmagazinen bieten sich Anzeigenblätter an, die preiswerter sind und eine flächendeckende Haushaltsabdeckung haben.
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