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Neue Ausbildungsberufe - Eigenbrötler am PC sind „out“ Wir kennen es: Das Bild des allein im stillen Kämmerlein vor sich hin tüftelnden Computerfreaks, zumeist männlichen Geschlechts, neben sich ein überquellender Aschenbecher. Mit der beruflichen Wirklichkeit hat dieses Klischee nicht viel gemein. Welches Unternehmen in der IT-Branche könnte es sich auch leisten, eine so wenig kommunikative Spezies auf seine Kundschaft loszulassen? Nimmt man zwei der in den letzten Jahren neu entstandenen Ausbildungsberufe unter die Lupe, so zeigen sie deutlich die Tendenz zur Vermittlung von mehr Kommunikationskompetenz: Technische Kenntnisse sind zwar nach wie vor wichtig, aber nur als "natürliche Basis" für neue Berufe wie IT-Systemkauf-mann/-frau und Informatikkaufmann/-frau sowie Fach- und Systeminformatiker/innen Mindestens ebenso notwendig sind andere Qualifikationen: Gemeinsam ist allen Berufen ihre Schnittstellenfunktion. Während der eine als "Dolmetscher" zwischen Technik und Kunden vermittelt, tritt der andere als Mittler zwischen Technik und Nutzern im eigenen Betrieb auf. Voraussetzung sind in beiden Aufgabenfeldern gute kommunikative Fähigkeiten - man muss auf Menschen zugehen und überzeugend auftreten können. Gute kommunikative und soziale Fähigkeiten sind jedoch nicht der alleinige Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Denn die Aufgaben in den neuen IT-Berufen sind vielfältig: Anders als in den meisten Dienstleistungsberufen, in denen in der Regel standardisierte Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, gehört es hier dazu, Angebote den Kundenwünschen entsprechend zu gestalten. Dabei sind Kenntnisse im Projektmanagement und ein gutes Organisationstalent gefragt. Eine Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und große Flexibilität verstehen sich gerade wegen der kurzen Halbwertzeiten der Technologien von selbst. Kundenorientierte Ausbildung Um auf Berufe mit so breit angelegten Qualifikationsprofilen entsprechend vorzubereiten, wurden für die neuen IT-Berufe angepasste Ausbildungsmodelle entwickelt. Diese sind anders als herkömmliche gewerbliche und kaufmännische Ausbildungsberufe verstärkt an Geschäftsprozessen und Kundenbezie-hungen ausgerichtet. Neben der Vermittlung von Kernqualifikationen wie Elektronik oder Informatik und Betriebswirtschaft, die für sämtliche IT-Ausbildungsberufe gleich sind, geht es um spezifische Fachqualifikationen. Theorie und Praxis sind während der gesamten Ausbildung eng verzahnt: Projekte aus der betrieblichen Praxis werden in der Ausbildung theoretisch begleitet und sind auch prüfungsrelevant.
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