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Job-sharing – ein Modell mit Zukunft?
Job-Sharing ist ein alternatives Arbeitszeitmodell, das für viele Betriebe und Mitarbeiter Vorteile bieten kann.
Beim Job-Sharing legt der Arbeitgeber den Rahmen der Arbeit, den die Partner auszufüllen haben, fest. Das Team koordiniert und erledigt in Eigenverantwortung die Aufgaben und ist auch gemeinsam für die Zielerfüllung verantwortlich. Der Arbeitgeber gibt damit partiell bestimmte Führungsaufgaben ab. Der Vorteil für das Unternehmen: die Führungskräfte werden von üblicherweise anfallenden Koordinierungsaufgaben entlastet. Besonders in Hinblick auf Urlaubs- und Krankheitsvertretungen ist dies eine große Erleichterung, denn das Job-Sharing Prinzip geht in der Regel von einer grundsätzlichen Automatik der Vertretung der Partner aus. Jedoch bleibt die Gesetzeslage in dieser Hinsicht bis heute strittig. Im Vergleich zu Teilzeitmodellen bietet Job-Sharing den Vorteil, daß der Arbeitsplatz ganztägig besetzt ist, wodurch Präsenz und die optimale Ausnutzung der Arbeitsmittel und Betriebseinrichtungen sichergestellt sind.
Notwendige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Job-Sharing sind vor allem Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Ein regelmäßiger Austausch der beteiligten Partner - z. B. einmal wöchentlich - ist unerlässlich.
Bei der Aufteilung der Aufgaben sollten folgende Parameter Berücksichtigung finden:
Die jeweilige Ausbildung und Arbeitserfahrung.
Persönliche Stärken, Schwächen und Vorlieben. Die Partner müssen hierüber offen sprechen.
Gerechte Aufteilung der einzelnen Aufgaben bezüglich ihrer Schwierigkeit, Komplexität und ihres Verantwortlichkeitsbereiches.
Trotz seiner offensichtlichen Vorteile wird das Modell gegenwärtig in Deutschland nur selten angewandt und fast immer sind die beteiligten Partner Frauen.
 |  | www.jobsharing.com |  | Buchtipp:
Baillod, Davarz, Luchsinger
Zeitwende Arbeitszeit
Wie Unternehmen die Arbeitszeit flexibilisieren
vdf Hochschulverlag 1997
35,17 Euro
ISBN 3-7281-2495-8 |
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