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Software für Mittelständler und Handwerker Das eingesparte Arbeitsvolumen erscheint ihm heute immens: Wenn Lothar Bork aus Essen seine Erfahrungen mit dem Einsatz von Software zum Besten gibt, ist das kein Blick zurück im Zorn. Im Gegenteil: Der heute 61-Jährige Inhaber der Karosseriebau Bork hat sich „wirklich hineingekniet in das Programm“, und das sei auch die „beste Voraussetzung für einen unerfahrenen Anwender“. Personalcomputer Lange hat Lothar Bork gezögert, bevor er den Sprung wagte. Er hat Bekannte befragt, Kollegen und Kunden, eifrig die Berichte in der Verbandspresse studiert und - wichtig - sich von der Handwerkskammer und "seiner" Sparkasse beraten lassen. Heute kann er sich eine Arbeit ohne den Personalcomputer gar nicht mehr vorstellen. Nach der Vorauswahl und Gesprächen mit "Erfahrungsgenossen" folgt die Phase der praktischen Erprobung, auf die nicht verzichtet werden sollte. Da die auf dem Markt angebotenen Programme in der Regel gut und ausgereift sind, kommt es auf den "kleinen Unterschied" an, wie intensiv die vom Hersteller bzw. Händler angebotenen Schulungsmaßnahmen sind - und ob sie vor Ort oder an einer zentralen Stelle stattfinden. Wer an diesem Punkt spart, hat sich keinen Gefallen getan: Allzu oft werden die Programme gar nicht ausgereizt, stellen die Software-Berater der Handwerkskammern immer wieder fest. Experten in den Verbänden wissen Rat Ein Programm, das man nur anzuschalten braucht, gibt es nicht - wer das behauptet, ist unseriös. Um so notwendiger ist es, dass sich der Handwerker mit den Programm-Probeläufen vertraut macht, die seine Innung für ihn veranstaltet hat. Beispielsweise testet der Verband des Kraftfahrzeug-Gewerbes NRW, der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima NRW und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks regelmäßig neu auf den Markt drängende Programme bzw. deren Innovationen, neudeutsch auch "Update" genannt. Sich Referenzen geben zu lassen, empfiehlt auch das Kraftfahrzeuggewerbe. Verbandsexperte Udo Stocks muntert seine Handwerksmeister ständig auf, nicht an der falschen Stelle mit dem Rotstift zu arbeiten. Investitionen an der richtigen Stelle Auch wenn Hard- und Software "keine Investition fürs Leben" und alle paar Jahre eine "Aufrüstung" nötig ist, sollte "nicht am unteren Ende des technisch Machbaren operiert" werden. Ob es sich um die Größe der Festplatte, das Volumen des Speichers oder die Taktfrequenz der Hardware handelt: nicht zu knapp kalkulieren! "Eine Anfrage beim Landesverband kann einem viel Lauferei und Sucherei ersparen", meint denn auch Udo Stocks und verweist nicht ohne Stolz auf eine stattliche Broschüre, in der wirklich alles steht, was zur ersten und gründlichen Beschäftigung mit der Materie gehört. Sehr übersichtlich gestaltet ist auch die Broschüre des Sanitär-Heizung-Klima-Verbandes mit dem sinnigen Titel "Geprüft auf Herz und Nieren". In regelmäßigen Abständen nimmt ein eigens eingerichteter "Arbeitskreis Branchensoftware" neue Produkte am Markt unter die Lupe. Heute gibt es für fast alle Handwerksbranchen fertige oder "halb fertige" Programme von der Stange, und zwar beginnend mit A wie Augenoptiker bis Z wie Zimmermann. Sie helfen bei der Kalkulation und der Arbeitsvorbereitung, verwalten Kundendaten, schreiben Rechnungen und Mahnungen.
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