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Mensch im Mittelpunkt
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Behindertengerechtes Bauen in den Niederlanden
Immer noch ist es traurige Realität: Behinderte stoßen auch in öffentlichen Gebäuden auf unüberwindbare Hindernisse: Treppen sind nicht zu bewältigen, Türknäufe zu hoch angebracht, Toiletten zu eng. Anders in den Niederlanden:
Hier soll das Internationale Zugänglichkeitssymbol Abhilfe schaffen. Dieses Zertifikat wird solchen Gebäuden verliehen, die den Qualitätsnormen für behindertengerechtes Bauen entsprechen. Entwickelt wurden diese Normen zusammen von Architekten, Bauingenieuren und behinderten Menschen unter der Schirmherrschaft des Gehandikaptenrates (Behindertenrat) in Utrecht.
"Behinderte müssen ständig auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen, damit sie berücksichtigt werden," erläutert Elisabeth Hofman, Direktorin der BTB Bouwadvies, einer Stiftung, die eng mit dem Gehandikaptenrat in Utrecht zusammenarbeitet. Die BTB Bouwadvies beschäftigt Architekten, die die Qualitätsnormen für behindertengerechtes Bauen genau kennen und den Bauherren schon in der Planungsphase qualifiziert beraten. "Wir können die Bauherren allerdings nicht zwingen, den Qualitätsnormen zu entsprechen. Das geschieht auf freiwilliger Basis", berichtet Frau Hofman.
In der Provinz Brabant, dem Hauptsitz der BTB Bouwadvies, wird ihre Hilfe bereits bei fast allen öffentlichen Neubauten in Anspruch genommen. "Von öffentlicher Seite ist das Interesse sehr groß, aber wir arbeiten natürlich auch für private Bauherren. In Brabant sind wir an der Planung aller Arbeitsämter, Rathäuser, Schwimmbäder und Sporthallen beteiligt", schildert Frau Hofman.
Diese positive Resonanz hat dazu geführt, dass die Stiftung nicht auf öffentliche Gelder angewiesen ist, sondern sich selbst trägt. Und dazu, dass die öffentlichen Gebäude in Brabant wirklich allen Menschen offen stehen.
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