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Das Leistungsprinzip
Ein Chef trägt die Verantwortung für den Erfolg seines Unternehmens, doch erwirtschaftet werden die Gewinne von allen Mitarbeitern. Chefsache ist es, Mitarbeiter zu führen und zu motivieren – und das ist eine Kunst.
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Leistung braucht Lob
In Deutschlands Unternehmen lässt die Arbeitsmoral zu wünschen übrig, das ergab die neueste Gallup-Studie: 67 % der Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich emotional kaum an ihr Unternehmen gebunden und „schieben Dienst nach Vorschrift", 20 % haben innerlich sogar bereits gekündigt. Nur 13 % verspüren eine echte Verpfl ichtung ihrem Betrieb gegenüber und arbeiten hoch motiviert.
Oft handeln Führungskräfte nach dem Motto: "Wenn ich nichts sage, ist das in Ordnung." Schließlich seien die Mitarbeiter zum Arbeiten da - und deren Wunsch nach Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes müsse als Motivation ausreichen. Aber das Gegenteil ist der Fall, wie die aktuelle Gallup-Studie zeigt: Nur jeder fünfte Arbeitnehmer erklärt, dass für gute Arbeit Anerkennung ausgesprochen werde. Fast sieben von zehn Beschäftigten beanstanden, dass bei der Arbeit das Interesse an ihnen als Mensch fehlt. Drei Viertel der Arbeitnehmer kritisieren, dass ihnen kein regelmäßiges Feedback über persönliche Fortschritte bei der Arbeit gegeben wird. Wenn dann auch noch Jobangst dazu kommt, macht das Mitarbeiter sogar eher noch krank, als dass es sie motiviert.
Wertschätzung als Schlüssel zum Erfolg "Das am tiefsten verwurzelte Bedürfnis ist das nach Anerkennung." Was der amerikanische Psychologe James Williams vor über 100 Jahren formulierte, hat bis heute seine Gültigkeit bewahrt: Für Mitarbeiter sind Lob und Anerkennung wichtige Stimulanzien. Ein Mitarbeiter, der echte Wertschätzung für seine Leistung erfährt, arbeitet produktiver. Fehlende Anerkennung dagegen führt zu Frustration und mangelndem Engagement. Gute Arbeit braucht Lob von oben - am besten im direkten Gespräch. Das steigert in hohem Maß das Selbstwertgefühl eines Menschen und vor allem die zur Leistung führende Motivation aus sich selbst heraus. Aber auch richtiges Loben will gelernt sein.
Sechs Tipps :
1. Persönlich bleiben: In der Ich-Form sprechen ("Ich freue mich sehr, dass ")
2. Details ansprechen: Konkret formulieren, was das Besondere an der Leistung war.
3. Beim Thema bleiben: Ein Lob nicht mit Kritik verbinden, sie vernichtet das Lob.
4. Zwischenstadien erkennen: Gezieltes Lob für Projektschritte, nicht nur für Endleistungen.
5. Gemeinsam Ziele erreichen: Deutlich machen, dass jeder Einzelne zählt.
6. Lob weitergeben: Anerkennende Worte Dritter sofort Mitarbeitern mitteilen.
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