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Wirtschaftskrise
Die allgemeine Wirtschaftkrise stellt gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen.
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Den Schweinezyklus austricksen
Das Horrorszenario ist ausgeblieben: 2010 wird es keine fünf Millionen Jobsuchende geben, da ist sich Frank-Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, mittlerweile sicher.
Aber so richtig Entwarnung will der BA-Chef nicht geben. "Es wird Entlassungen geben", so Weise, "besonders betroffen sind dabei die Branchen des gesamten verarbeitenden Gewerbes, Transport und Logistik, und in diesen Branchen besonders die Zeitarbeit." Dennoch würden auch hier weiter Facharbeiter gesucht. Ein Paradoxon? Dass trotz Wirtschaftskrise der Arbeitsmarkt relativ stabil ist und qualifizierte Fachkräfte weiter gesucht sind, bestätigte auch der Verband der Deutschen Industrie. Derzeit suchen vor allem Mittelständler, Energiekonzerne und Ingenieurdienstleister, aber auch klassische Industrie-Unternehmen und Maschinenbauer weiter oder wieder nach Fachkräften. "Während die Nachfrage der Unternehmen in der ersten Jahreshälfte schwächelte, zieht nun das Interesse an Fachkräften wieder an", so Kerstin Ernst von den VDI nachrichten, "die Branche hat auch in der Krise Bedarf für qualifizierte Mitarbeiter."
Zu den Branchen, die trotz Wirtschaftskrise offene Stellen gemeldet haben, gehört die Informationstechnologie. Hier werden Fachkräfte für rund 20.000 Stellen händeringend gesucht, so eine aktuelle Studie des High-Tech-Branchenverbandes Bitkom, jedes dritte Unternehmen beklage einen Fachkräftemangel. Es sei damit zu rechnen, dass der Fachkräftemangel noch massiver werde, sobald die Konjunktur wieder anzieht, so Bitkom-Präsident Scheer. Damit unterscheidet sich die IT-Branche derzeit noch von anderen Branchen. Dennoch: Dass das Thema Fachkräfte spätestens nach der Krise ein heißes Eisen sein wird, gilt unter Experten als ausgemacht. Hier gilt es, dem so genannten Schweinezyklus vorzubeugen und eben nicht an der Qualifizierung zu sparen. Denn Fakt ist: In den nächsten Jahren werden die Schulabgängerzahlen rückläufig sein, gleichzeitig verknappt sich aufgrund der demografischen Entwicklung der Fachkräftemarkt weiter. Vorausschauendes Handeln ist hier angesagt - und niemand kann sagen, es hätte ihn keiner gewarnt.
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