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Gesundheit
 
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.


Auf die Lösung kommt es an  

Bei Patienten sowie bei Mitarbeitern des Coesfelder St.-Vincenz- Hospital kannte fast jeder Franz T. Über Jahre hinweg sammelte der Westfale mit seinem vierrädrigen Kastenwagen die Abfälle im gesamten Krankenhaus ein. Das waren Tag für Tag nicht zu unterschätzende Gewichte, die Franz T. über die Gänge schob - und die erst zu Rückenschmerzen und am Ende zu einer anerkannten Schwerbehinderung führten. Was tun, fragte sich sein Arbeitgeber, und fand zusammen mit dem Landschaftsverband eine Lösung.


"Im Rahmen unseres betrieblichen Eingliederungsmanagements haben wir in Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung versucht, den Arbeitsplatz von Herrn T. mit Integrationshilfen umzugestalten", berichtet Alexander Meinert, stellvertretender Personalleiter des Krankenhauses. Nach Beratung und mit Förderung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat die Klinik kleine Elektromotoren unter den Kastenwagen installieren lassen, was schnell zu einer spürbaren Entlastung für Franz T. führte. Geplant ist außerdem noch ein Förderband, mit dem die Abfälle ohne großen körperlichen Aufwand in die Sammelcontainer eingefüllt werden können. Alexander Meinert: "Mit diesen Lösungen ist beiden geholfen, Herr T. kann weiterarbeiten und wir verlieren keinen Mitarbeiter." Dass Unternehmen wie das St.-Vincenz- Hospital Zuschüsse erhalten, um behindertengerechte Arbeitsplatze ein zurichten und zu schaffen, ist keine Seltenheit. Im Sozialgesetzbuch und in der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung ( 15) sind die gesetzlichen Voraussetzungen für solche Investitionszuschüsse geregelt. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR), die Schwester-Organisation des LWL in Nordrhein-Westfalen, hat im vergangenen Jahr die Integration Behinderter in den Arbeitsmarkt mit über 23 Millionen Euro gefördert. Dank dieser Zuschüsse konnten, so LVR-Sozialdezernentin Martina Hoffmann- Badasche, für 640 behinderte Menschen im Rheinland neue Arbeitsoder Ausbildungsplätze geschaffen werden. Außerdem sind über 2.000 Arbeitsplätze rheinlandweit behinderungsgerecht umgebaut worden. Hoffmann-Badasche: "Als LVR-Integrationsamt ist es unsere Aufgabe, gerade auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten die Beschäftigung von Menschen mit Handicap zu fördern und zu sichern." Sie freut sich darüber, dass die Zahl der Integrationsunternehmen im Rheinland mittlerweile von 42 auf 54 gesteigert werden konnte.



Themenkreis:
Gesundheit
 
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