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Gesundheit
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.
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Wettbewerbsfaktor Gesundheit
Sportbegeistert sind viele Mitarbeiter der wpd think energy GmbH mit Hauptsitz in Bremen. Auch deshalb bezuschusst das Unternehmen seinen Mitarbeitern, das hierzulande und auf mehreren ausländischen Märkten schwerpunktmäßig Windparks zu Land und auf Wasser plant, seit einigen Jahren Jahreskarten für Fitnessstudios. Doch dabei belassen es die Hanseaten nicht. „Wir nehmen regelmäßig an Turnieren teil, bei denen Betriebs-Teams aus der Windbranche dabei sind", sagt Sprecher Christian Schnibbe.
Um die notwendige Fitness zu bekommen, bezuschusst der Vorstand des Unternehmens interessierten Mitarbeitern eine Jahreskarte einer bundesweit agierenden Fitnessstudiokette. "Mit unseren zahlreichen Büros in Deutschland kann somit jeder aus unserer Belegschaft von dem Angebot Gebrauch machen", so Schnibbe. Zu den Standards für die Gesundheitsförderung bei wpd zählten zudem noch Kurse zur Ernährungsberatung oder ergonomisch sinnvolle Büromöbel. Zwar gibt es kein durchgängiges Konzept für ein Gesundheitsmanagement, aber wpd reagiert "relativ schnell auf die Wünsche unserer Mitarbeiter", sagt Schnibbe. Schließlich spielt die Gesundheit der Mitarbeiter für das Unternehmen eine große Rolle: "Bei dem Wachstumstempo, das wir fah ren, brauchen wir fitte Mitarbeiter!"
Es gibt noch Verbesserungspotenzial
Dass es beim Gesundheitsmanagement noch Verbesserungspotenzial gibt, zeigte eine Studie des Bonner Europressedienst (EuPD) aus dem Jahre 2005. Die Marktforscher hatten den 500 größten Unternehmen Deutschlands auf den Zahn gefühlt, wie ernst sie es mit dem Thema Gesundheitsmanagement nehmen. Der Befund fiel ernüchternd aus: Nur 110 der 500 befragten Unternehmen wiesen ein Gesundheitskonzept vor. Von diesen 110 Firmen wiederum erstellt nur jedes vierte regelmäßig einen Gesundheitsbericht. Auch zwei Jahre später sah die Entwicklung nicht sehr viel besser aus: Nur ein Drittel der 800 umsatzstärksten deutschen Unternehmen konnte bei der Neuauflage der EuPD-Studie ein Gesundheitsmanagement vorweisen: "Auf die Gesamtzahl aller deutschen Unternehmen gesehen sind es noch weniger. Denn gerade kleine und mittelständige Unternehmen gehören zu den Nachzüglern". Und noch ein Ergebnis stimmt bedenklich: "Unter Deutschlands Arbeitnehmern haben sich in punkto betrieblicher Gesundheitsförderung zwei Lager herausgebildet. Während ein kleiner Teil der rund 40 Mio. Erwerbstätigen immer umfassendere Gesundheitsleistungen erhält, muss ein Großteil auf derartige Leistungen noch immer verzichten." Was für Timo Henssler, Research Manager bei EuPD, unverständlich ist: "In einer alternden Gesellschaft wird Gesundheit mehr denn je zum teuren Gut und für Deutschlands Konzerne zum Wettbewerbsfaktor. Denn nur gesunde Mitarbeiter erbringen volle Leistung." Und diese Erkenntnis ist eine Management-Aufgabe, so das Fazit der EuPD-Analysten: Stehen Management und Vorstand nicht hinter den Gesundheitsaktivitäten, läuft es nicht richtig. Je höher das Gesundheitsmanagement firmenintern aufgehängt ist, desto besser läuft es. Gut, dass sich bei wpd alle Vorstände für Fußball interessieren und selbst noch dem runden Leder hinterher jagen.
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