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Gesundheit
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.
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Eine Firma turnt
Krankheitsbedingte Fehlzeiten stellen eine erhebliche Kostenbelastung für Unternehmen dar: Entsprechend hoch ist bei vielen Arbeitgebern der Stellenwert von Gesundheit und Wohlbefinden der Belegschaft. Und nicht nur Arbeitsschutz und -sicherheit stehen dabei im Fokus, sondern vermehrt auch betriebliche Gesundheitsförderungsmaßnahmen.
Nur gesunde Mitarbeiter sind auf Dauer arbeitsfähig, motiviert und produktiv. Das weiß man auch beim Schweizer Messerhersteller Victorinox: Lange schon steht hier die Gesundheit der Belegschaft im Fokus. Und doch hatte das Traditionsunternehmen in einigen Abteilungen, beispielsweise in der Endkontrolle, mit erhöhten Ausfallzeiten zu kämpfen. "Unsere Angestellten sitzen oft den ganzen Tag und führen sich wiederholende Bewegungsabläufe aus, da klagten viele über Sehnenscheidenentzündungen, Kopfschmerzen, verspannte Schultern und Arme", erzählt Paul Auf der Maur. Der stellvertretende Fabrikationsleiter nahm die Beschwerden sehr ernst. Und suchte eine Lösung. Mit dem 2002 eingeführten Mitarbeiter- Ausgleichsprogramm "BalanceTime" gelingt es nun, die Routine am Arbeitsplatz zu unterbrechen: Dreimal am Tag unterbrechen die Mitarbeiter für fünf Minuten ihre Arbeit, um Entspannungs- und Dehnübungen zu machen. Mit durchschlagendem Erfolg: "Nach den Übungen nehmen die Mitarbeiter ihre Arbeit viel konzentrierter auf und bewegen sich bewusster, was weniger Beschwerden und Unfälle zur Folge hat", betont Auf der Maur. Die Übungen, die nach einer bestimmten Bewegungslehre ausgeführt werden, wirken zudem dem Risikofaktor Stress entgegen, da so effektiv Verspannungsmuster abgebaut und Erschöpfung vorgebeugt wird. Was vor sieben Jahren als Projekt begann, ist bei Victorinox heute in allen Abteilungen eine feste Institution. Und das Unternehmen profitiert davon: mit deutlich reduzierten Krankenzeiten, einem guten Betriebsklima, sehr motivierten Mitarbeitern und einer Fluktuationsrate von unter vier Prozent.
Eine lohnende Investition
Wie Victorinox beweist, rechnet sich die betriebliche Gesundheitsförderung: "Nachhaltige Investitionen in die Gesundheit der Belegschaft bringen durchaus wirtschaftliche Vorteile", bestätigt Marco Lüders, Experte für betriebliches Gesundheitsmanagement der Barmer Hamburg, "der Kosten-Nutzen-Faktor liegt zwischen 1:2,5 und 1:4,85." Und seit Januar gibt es zudem eine staatliche Förderung: Mit dem Jahressteuergesetz 2009 können Arbeitgeber bis zu 500 Euro pro Kalenderjahr und Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei für gesundheitsfördernde Maßnahmen aufwenden.
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