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leistungsgewandelte Mitarbeiter
Am Arbeitsplatz können Mitarbeiter mit Handicap durchaus "volle Leistung" erbringen - vorausgesetzt, Job und Mensch ppassen zusammen. Ein spannendes Thema, das gerade in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird.
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Mit Gründergeist und Handicap erfolgreich
Dynamisch, kreativ und querschnittsgelähmt - so stellen sich wohl die wenigsten einen erfolgreichen Unternehmer vor. Manfred Sauer beweist das Gegenteil: Nach einem Unfall selbst an den Rollstuhl gefesselt, ist das eigene Handicap der Motor für eine durchschlagende Geschäftsidee. Angetrieben durch den eigenen Bedarf und damalige Versorgungsengpässe entwickelt Manfred Sauer sein erfolgreiches Unternehmen für die Hilfsmittelversorgung behinderter Menschen.
Manfred Sauer hat sich ganz bewusst der Frage nach einem sinnerfüllten und selbstbestimmten Leben gestellt: 1963 bricht sich der damals 19-Jährige bei einem Badeunfall die Halswirbelsäule und ist seitdem querschnittsgelähmt. Doch ihm ist klar, dass er nicht den "klassischen" Weg eines Menschen mit Behinderung gehen will. Unterstützung findet er bei dem behandelnden Arzt Dr. Ludwig Guttmann - Vater der Paralympics. Manfred Sauer erinnert sich: "Als mein Vater kurz nach meinem Unfall deprimiert das erste Gespräch mit Dr. Guttmann hatte, machte der ihm Mut: Ich mache Ihren Sohn zum Steuerzahler!" Damit bestätigte er Sauers Vater darin, dass sein Sohn wieder selbstständig erwerbsttätig sein könnte. Und so erhält er bei Dr. Guttmann nicht nur seine Erstrehabilitation, der Neurologe legt auch die geistige Basis für den späteren Erfolg.
Leistungsbereitschaft trotz Behinderung
Angetrieben von dem Gedanken, dass nur Verantwortung und selbst erbrachte Leistung zu einem zufriedenen und selbstbestimmten Leben führen, gründet Manfred Sauer die Manfred Sauer GmbH, um Hilfsmittel für Blaseninkontinenz und später Kleidung für Rollstuhlfahrer herzustellen - mit durchschlagendem Erfolg. In Punkto Steuern hat Dr. Guttmann also Recht behalten. Heute zählt sich Manfred Sauer zu "den immer weniger werdenden Behinderten, die zwar nicht erfreut, aber dennoch stolz darauf sind, Steuern zu zahlen". Der heute 65-Jährige sucht immer wieder neue Herausforderungen und engagiert sich seit Jahren dafür, anderen Mut zu machen. Ums Geld geht es ihm dabei nicht. Ganz im Gegenteil: 2001 überführt Manfred Sauer seine Firma samt Privatvermögen in eine Stiftung, aus deren Mitteln in Lobbach bei Neckar gemünd ein psychoso ziales Zentrum für Behinderte entsteht, in der sich Menschen mit und ohne Behinderung neue Perspektiven erarbeiten können. "Ich will etwas zurückgeben an die Gesellschaft, die viel für mich getan hat", betont der schwerbehinderte Geschäftsmann - und motiviert damit nicht nur Behinderte.
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