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leistungsgewandelte Mitarbeiter
 
Am Arbeitsplatz können Mitarbeiter mit Handicap durchaus "volle Leistung" erbringen - vorausgesetzt, Job und Mensch ppassen zusammen. Ein spannendes Thema, das gerade in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird.


Perspektiven mit Mehrwert  

Künftig werden immer weniger junge Arbeitskräfte zur Verfügung stehen - und das Durchschnittsalter der Beschäftigten wird steigen. Und so ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) längst nicht mehr nur etwas für schwerbehinderte Menschen, sondern vielmehr eine Chance für Unternehmen, die Leistungsfähigkeit bei alternden Belegschaften und krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit zu sichern.


Alternde Belegschaften, längere Lebensarbeitszeit, Mangel an Nachwuchskräften, Zunahme chronischer Erkrankungen - diese Schlagworte skizzieren die Herausforderungen, denen sich Unternehmen in Zukunft stellen müssen. Es gilt, Gesundheit zu fördern und Krankheit zu vermeiden. Aber was tun, wenn ein Mitarbeiter krank wird - sei es plötzlich durch einen Verkehrsunfall oder schleichend, beispielsweise aufgrund zunehmender Rückenbeschwerden? Vorausschauende Unternehmen reagieren frühzeitig, so auch die RUAG Aerospace Structures GmbH in Oberpfaffenhofen: Als ein Mitarbeiter nach einem Autounfall seine körperlich anstrengende Tätigkeit im Flugzeugbau nicht mehr ausüben kann, suchen Geschäftsführung und Personalabteilung schnell nach einer Möglichkeit, um das Know-how des langjährigen Mitarbeiters im Unternehmen zu halten. Professionelle Unterstützung holt sich das international erfolgreiche Technologieunternehmen beim Berufsförderungswerk München: "Es war gut, einen erfahrenen Partner an der Seite zu haben, der uns in diesem Prozess begleitet und kompetent beraten hat", erklärt RUAG-Personalreferentin Michaela Lederer die Entscheidung, einen Profi an Bord zu holen. Gemeinsam mit den Fachkräften der beruflichen Rehabilitation wird der "Fahrplan" festgelegt, um dem Mitarbeiter andere Einsatzmöglichkeiten im Betrieb zu erschließen. "Weil wir bereits gute Erfahrungen damit gemacht haben, Fluggerätbauer mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Qualitätssicherung einzusetzen, war das eine Option, die auch in diesem Fall ins Auge gefasst wurde", so Michaela Lederer. Im BFW absolviert der gelernte Fluggerätbauer, der bereits seit seiner Ausbildung im Unternehmen tätig ist, knapp 7 Monate auf ihn abgestimmte Teile der Ausbildung zum Qualitätsfachmann und frischt in mehren Kursen seine Computerkenntnisse auf. Eine Perspektive mit Mehrwert für alle Beteiligten: Im Mai 2008 kehrt der heute 38-Jährige ins Unternehmen zurück - und bringt am passenden Arbeitsplatz die volle Leistung. Eine lohnende Investition in den innerbetrieblichen Erhalt von Fachkompetenz.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
Ist ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen dauerhaft oder wiederholt arbeitsunfähig, ist nach 84 Abs. 2 SGB IX ein so genanntes Betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Der Arbeitgeber muss klären, wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden und mit welchen Möglichkeiten eine erneute Erkrankung verhindert und so der Arbeitsplatz dauerhaft erhalten werden kann.
Vorteile für den Arbeitgeber:
Auf alternde Belegschaften vorbereitet sein
Know-how langjähriger Mitarbeiter erhalten
Mitarbeiterzufriedenheit und -loyalität erhöhen
Attraktivität des Unternehmens für Kunden und für (potenzielle) Mitarbeiter steigern
Kosten der Entgeltfortzahlung vermindern
Kosten für Gehalt und Einarbeitung für Ersatzkräfte bzw. Überstunden senken
Mit absehbaren Kosten kalkulieren statt mit unerwarteten Ausgaben und Mindereinnahmen umgehen müssen


Themenkreis:
leistungsgewandelte Mitarbeiter
 
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