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leistungsgewandelte Mitarbeiter
Am Arbeitsplatz können Mitarbeiter mit Handicap durchaus "volle Leistung" erbringen - vorausgesetzt, Job und Mensch ppassen zusammen. Ein spannendes Thema, das gerade in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird.
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Einiges im Angebot
Nicht jeder Betrieb beschäftigt Menschen mit Behinderungen. Über die Gründe sowie über Anreize zur Beschäftigung sprach Positionen & Profile mit Karl-Friedrich Ernst, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen.
P&P: Haben behinderte Beschäftigte unter der derzeitigen Wirtschaftskrise besonders zu leiden?
Ernst: Der Konjunkturaufschwung bis Mitte 2008 hat uns geholfen, für viele Behinderte eine Beschäftigung zu finden. Bei den Entlassungswellen, die wir derzeit und bis Ende des Jahres noch erleben werden, sind Behinderte im gleichen Ausmaß betroffen wie Nichtbehinderte. Wenn Opel oder Karstadt dicht machen, trifft das Nichtbehinderte und Behinderte in gleichem Umfang. Ich kann derzeit nicht erkennen, dass gehandicapte Mitarbeiter zuerst entlassen werden. Allerdings haben wir im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang von ca. 30 % bei Förderanträgen für die Einstellung von behinderten Mitarbeitern verzeichnen müssen.
Gibt es in Betrieben nach wie vor Vorbehalte, behinderte Mitarbeiter einzustellen? Das lässt sich nur differenziert beant - worten. Es gibt nach wie vor Unternehmen, die keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen wollen. Deshalb finden wir bundesweit auch heute noch Betriebe ohne einen einzigen behinderten Mitarbeiter, obgleich sie dazu gesetzlich verpflichtet sind. Allerdings haben wir auch gute Erfahrungen mit vielen Arbeitgebern gemacht, die sich dieser Verpflichtung stellen. Außer dem haben viele dieser Betriebe erkannt, dass der behinderte Mitarbeiter an der richtigen Stelle eingesetzt seine Leistung bringt. Wie in unserer Gesellschaft, so haben wir auch bei Arbeitgebern mit Vorurteilen gegenüber Behinderten zu kämpfen. Aber es gibt auch viele positive Beispiele.
Lassen sich skeptische Arbeitgeber mit Hinweis auf die finanzielle Unterstützung davon überzeugen, behinderte Mitarbeiter einzustellen? Das ist uns in der Tat in vielen Fällen gelungen. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass wir mit einem positiven Beispiel durchaus Unternehmen von der Einstellung weiterer behinderter Mitarbeiter überzeugen können.
Was leisten die Integrationsämter für die Einstellung von Behinderten? Welche Unterstützung bieten Sie Arbeitgebern? Wir haben auf der einen Seite einen gutbestückten gesetzlichen Instrumenten-Koffer, der nicht nur den besonderen Kündigungsschutz für Behinderte beinhaltet. Wir setzen vielmehr auf unsere vielfältigen Beratungsdienstleistungen, die von der Gestaltung des Arbeitsplatzes bis hin zu Assistenzen reichen. Wir bieten darüber hinaus auch Dienstleistungen für Beschäftigte an, die nicht körperbehindert sind, denken Sie beispielsweise an psychisch Kranke. Wir bieten auch Lohnkostenzuschüsse an, die die Minderleistungen der Behinderten kompensieren sollen.
Es gibt also einen breiten Kanon von Unterstützungsmaßnahmen? Ja, wir haben zum Beispiel besondere Angebote für die Einstellung von Blinden und Sehgeschädigten. Darüber hinaus fördern wir mittlerweile mit hohem Aufwand den Einsatz von Gebärden-Dolmetschern in den Betrieben, um mehr Gehörlose ins Berufsleben zu integrieren. Als Integrationsämter haben wir einiges zu bieten.
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