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leistungsgewandelte Mitarbeiter
Am Arbeitsplatz können Mitarbeiter mit Handicap durchaus "volle Leistung" erbringen - vorausgesetzt, Job und Mensch ppassen zusammen. Ein spannendes Thema, das gerade in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird.
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Engagement für Mitarbeiter mit Handicap
Als Regine F. ihre Beschäftigung bei der Daimler AG begann, herrschte Unsicherheit - sowohl die Kollegen als auch die Führungskräfte wussten nicht so recht, wie sie der einarmigen jungen Frau begegnen sollten. Doch die fegte mit ihrer Unbekümmertheit und ihrem Arbeitseinsatz alle Bedenken und Vorurteile weg. Für die beiden Schwerbehindertenvertrauensleute Alfons Adam und Josef Franz Krettek ein großer Erfolg. Denn auch ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass Daimler heute 7.615 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen beschäftigt - und damit die Beschäftigungsquote mit 5,28 % noch übertrifft.
"Nachdem die Beschäftigungsquote 2004 von 6 % auf 5 % gesenkt wurde und die Arbeitgeber ihre Bereitschaft zu mehr freiwilligem Engagement ausgedrückt hatten, galt es das Thema anzupacken", erinnert sich Alfons Adam. Der 53-Jährige ist Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen bei Daimler und gleichzeitig Vorstandsmitglied des Arbeitskreises der Schwerbehindertenvertretungen der Deutschen Automobilindustrie. Aber ganz so leicht wie gedacht, ließen sich seine Pläne nicht umsetzen: "Am Anfang gab es noch viele Vorurteile gegenüber schwerbehinderten Menschen", sagt er, im Ausbildungsbereich befürchteten manche Ausbildungsleiter einen großen Aufwand - und vor allem fehlte es an entsprechenden Bewerbungen." Handlungsbedarf war also gegeben - und der Vertrauensmann begann zügig mit Gesprächen: Betriebsrat, Arbeitgeber und Ausbilder wurden sich schnell einig, sich dem neuen Personenkreis zu öffnen. Und nicht zuletzt war eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit not wendig: Schließlich galt es, behinderte und schwerbehinderte Menschen darüber zu informieren, dass der Automobilkonzern Bewerbungen von ihnen positiv gegenübersteht. "Zu Beginn bestand die Sorge, dass körperbehinderte Menschen aufgrund ihrer Einschränkung nicht bei uns eingesetzt werden können", bestätigt Mario Genovese, Arbeitgeberbeauftragter am Standort Düsseldorf. Entkräftet werden konnten diese erst, nachdem die ersten positiven Erfahrungen gesammelt werden konnten - etwa durch Regine F., die trotz Einarmigkeit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellte, oder durch Alois K., der zwar gehörlos, aber zugleich ein hervorragender Teilezurichter ist. "Es hat Überzeugungsarbeit gekostet, die Berührungsängste abzubauen - insbesondere bei Behinderungsarten wie Gehörlosigkeit, aber die guten Beispiele waren die beste Werbung", ergänzt Josef Franz Krettek, Schwerbehindertenvertrauensperson im Düsseldorfer Werk. Ebenso wie Alfons Adam hat er sich seit 2004 stark gemacht für die Einstellung Behinderter; ihm liegen, da er selbst hörgeschädigt ist, Menschen mit diesem Handicap besonders am Herzen. Sein Engagement hat sich mittlerweile ausgezahlt: Dank intensiver Aufklärungsarbeit und einer Schulung in Gebärdensprache sind heute allein in der Rheinmetropole von 7.000 Mitarbeitern 100 gehörlos. Auch für das Unternehmen rechnet sich die Beschäftigung Behinderter - und das nicht nur, weil es dafür Fördermittel gibt: Es hat gut ausgebildete Mitarbeiter und verfügt heute über ein funktionierendes Netzwerk und ein breites Know-how rund um die Beschäftigung behinderter Menschen - von denen im Übrigen auch die Mitarbeiter profitieren, die erst im Laufe ihrer Tätigkeit bei Daimler erkranken und "einsatzeingeschränkt" werden. Hinzu kommt ein gestiegenes Bewusstsein bei den Führungskräften, dass jeder Mensch von heute auf morgen betroffen sein kann. Daimler gehört damit zu den überzeugenden Best-Practice-Beispielen für erfolgreiche Integration - das befand auch der Landschaftsverband Rheinland, der dem Werk Düsseldorf 2004 aus diesem Grund einen Sonderpreis verliehen hat.
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