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leistungsgewandelte Mitarbeiter
 
Am Arbeitsplatz können Mitarbeiter mit Handicap durchaus "volle Leistung" erbringen - vorausgesetzt, Job und Mensch ppassen zusammen. Ein spannendes Thema, das gerade in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird.


Eine Frage der Einstellung  

Behinderung und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz - das passt für Personaler oft nicht zusammen. Die Praxis zeigt, dass sich immer noch viele Arbeitgeber scheuen, Menschen mit Handicap einzustellen. Und dabei häufig übersehen, welche Potenziale die Beschäftigung Behinderter dem Unternehmen eröffnet.


Rund 8 Millionen behinderte Menschen leben in Deutschland, damit hat jeder zehnte Bundesbürger ein Handicap. Und im Zuge des demografischen Wandels wird diese Zahl in Zukunft wohl noch steigen. Dennoch geht die Integration Schwerbehinderter in den Arbeitsmarkt eher schleppend voran: Obwohl sich die beruflichen Qualifikationen von behinderten und nicht behinderten Menschen grundsätzlich kaum voneinander unterscheiden, liegt die Arbeitslosenquote bei Schwerbehinderten um mehr als die Hälfte über der von Nichtbehinderten.
Barriere: Vorurteil
Eine Hauptursache dafür, dass so viele Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt außen vor bleiben, sind hartnäckige Vorurteile vor allem über die "bevorzugenden Bedingungen" wie mehr Urlaubstage oder die vermeintliche Unkündbarkeit und eine angeblich geringere Leistungsfähigkeit. Darüber kann Michael Seiler, Geschäftsführer der Gebrüder Dorfner GmbH & Co. Kaolin- und Kristallquarzsand-Werke KG, nur staunen: "Unsere behinderten Mitarbeiter leisten deutlich mehr, gerade weil sie zeigen wollen, dass sie mithalten können. Darüber hinaus sind sie bei weitem motivierter, sehr treu und loyal." 18 der 285 Mitarbeiter des Familienunternehmens aus dem oberpfälzischen Hirschau sind schwerbehindert. Behinderungen, die zum Teil erst aufgrund der schweren körperlichen Arbeit entstanden sind. Wenn es geht, werden die betroffenen Mitarbeiter innerbetrieblich auf einen Arbeitsplatz versetzt, der ihnen entgegen kommt. "Natürlich geht es in erster Linie darum, dem Unternehmen gestandene Fachkräfte zu erhalten", erklärt Mittelständler Seiler. "Ich denke aber auch, dass gemischte Teams für ein Unternehmen förderlich sind." Er hat in seinem Unternehmen so eine Kultur der Toleranz geschaffen - mit positiven Auswirkungen für das Betriebsklima. Denn: Mitarbeiter, die sich akzeptiert und wertgeschätzt fühlen, sind deutlich leistungsfähiger, egal, ob behindert oder nicht.
Auch die real,- SB-Warenhaus GmbH zeigt, dass behindertenfreundliche Personalpolitik, Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerischer Erfolg durchaus zusammenpassen: Mit einer Beschäftigungsquote von 6,28 Prozent liegt die METRO Group-Tochter deutlich über den gesetzlichen Vorgaben. "Wir halten es für eine besonders wichtige wirtschafts-, gesellschafts- und sozialpolitische Aufgabe, behinderte Menschen zu beschäftigen, ihre Arbeitsplätze zu sichern und sie im Unternehmen zu fördern", betont Dieter Braun, Beauftragter des Arbeitgebers in Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen. Und, nicht zu vergessen, jede Neueinstellung eines Mitarbeiters mit Behinderung senkt auch die Ausgleichsabgabe.


Themenkreis:
leistungsgewandelte Mitarbeiter
 
Eine Frage der Einstellung
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