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Ausbildung
 
Was macht eine Ausbildung erfolgreich – und warum rechnet sie sich für Betriebe meistens doch, fundierte Antworten darauf bieten Artikel in diesem Themenbereich.


Wer ist Mr. Right?  

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Nachdem alle Bewerbungsunterlagen nach geeigneten Kandidaten durchgescannt sind, beginnen die Einstellungsgespräche. Das unmittelbare Gespräch soll dem Unternehmen zeigen, ob neben den fachlichen Kompetenzen auch die Persönlichkeit des Bewerbers zum Betrieb passt. Denn es hilft beiden nicht, wenn spätestens nach der Probezeit ans Licht kommt, dass man doch nicht zusammen passt. Doch mit welchen Fragen kann der Arbeitgeber seinen Mr. Right - oder auch seine Mrs. Right - erkennen?


Ein Bewerbungsgespräch soll nicht nur die passende Qualifizierung, sondern auch andere wichtige Eigenschaften des Bewerbers sichtbar machen. Welche Eigenschaften letztlich wichtig sind, legt der Unternehmer selbst fest: Im Bewerberinterview gilt es für ihn herauszufinden, ob seine Ziele mit denen des Bewerbers übereinstimmen, ob dieser in die Kultur des Unternehmens hineinpasst - und nicht zuletzt, ob zwischen beiden die Chemie stimmt. Erfahrene Personaler wissen, dass die Atmosphäre stimmen muss, wenn das Gespräch möglichst offen und ehrlich sein soll. Niemand will vertrauliche Dinge über sich selbst diskutieren, wenn schon die allgemeine Umgebung und Atmosphäre wenig vertrauenerweckend sind. Damit das Interview nicht zu einem Verhör wird, flechten sie ihre Fragen in ein partnerschaftliches, informatives Gespräch ein. Im Dialog mit dem Bewerber gilt für den Personalverantwortlichen dann: Offene Fragen, die mit Wie, Was oder Wo beginnen, entlocken dem potenziellen Mitarbeiter mehr als geschlossene Fragen, die nur ein Ja oder Nein als Antwort zulassen. Auch persönliche Fragen sind erlaubt, nach einem Umzug der Familie beispielsweise oder der Sicht des Ehepartners zum Stellenwechsel. Diese Fragen sollten aber erst später im Gespräch auftreten. Doch bei aller Offenheit: Im August 2006 ist das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten. Das beschränkt das Fragerecht des Arbeitgebers - Vorsicht ist geboten bei Fragen nach Gesundheit, Behinderung, Konfession, Partei- oder Gewerkschaftszugehörigkeit. Auch die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft darf nicht gestellt werden. Wird eine solche Frage dennoch gestellt, kann dies von dem Bewerber im Fall einer Ablehnung als Indiz für Diskriminierung herangezogen werden. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn eine enge Verknüpfung der Arbeit zu diesen Fragen besteht.
Nonverbale Eindrücke
Doch nicht nur die Inhalte eines Gespräches vermitteln einen Eindruck - es wird immer der ganze Mensch in das Urteil mit einbezogen: Auftreten, Gesten und Mimik, die äußere Erscheinung. Personalprofis wissen das - und achten deshalb auch auf die nonverbale Kommunikation. Denn diese Ausdruckserscheinungen spiegeln den Menschen oft besser wider als Gesprächsinhalte. Beides sollte zusammenpassen. Vorsichtig werden sollten Personaler bei auffälligen Diskrepanzen, z. B. wenn ein Bewerber von sich sagt, er sei ein offener, selbstbewusster, aktiver Mensch und gleichzeitig aber keinen Augenkontakt sucht oder offensichtlich hochgradig nervös wirkt. Den richtigen Mitarbeiter zu finden, ist sicher nicht leicht. Aber die richtigen Fragen helfen dabei.

Gesprächsleitfaden für das Bewerber-Interview
Auflockern der Situation: "Wie geht es und wie war die Anreise?"
Vorstellen der offenen Stelle und des Unternehmens
Harte Fakten: Informationen über Ausbildung und Berufsweg des Bewerbers (Lebenslauf und Zeugnisse) - Unstimmigkeiten sind hier abzuklären
Frühere Tätigkeiten: "Wo lagen die größten Herausforderungen und wie wurden sie gemeistert?"
Motive: "Warum möchten Sie die Stelle wechseln?"
Erwartungen: "Was reizt Sie besonders an diesem Job und wie würden Sie ihn durchführen?"
Berufliche Ziele: "Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?"
Interesse an dauerhafter Beschäftigung: "Können Sie sich einen alternativen Lebensplan vorstellen?"
Soziale Situation: "Welchen Freizeitbeschäftigungen gehen Sie nach?"
Vertragliche Erwartungen: Klärung der Forderungen des Bewerbers hinsichtlich Gehalt und sonstiger Leistungen
Vereinbaren des Entscheidungstermins


Themenkreis:
Ausbildung
 
Lösungen im Verbund
Partnerschaft in der Ausbildung
Wer ist Mr. Right?
Klartext: Die richtigen Fragen im Einstellungsgespräch
Gut Ding will Weile haben
Die Entwicklung von Ausbildungsberufen
Gesundheit im Fokus
ERCO GmbH setzt auf betriebliches Gesundheitsmanagement
Gesunde Unternehmen bilden viel aus
Rechtzeitig Ressourcen schaffen
Gute Azubis brauchen gute Ausbilder
Mit Rat und Tat zur Seite stehen
Eine Frage des Feingefühls
Dresscode in der Ausbildung?
Stets und jederzeit bemüht
Was Arbeitgeber beim Schreiben Arbeitszeugnissen beachten sollten
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