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Neue Berufsfelder-Zukunftssparten
Was sind die bestimmenden Branchen der Zukunft? Welche Fähigkeiten werden gefragt sein? Was sich alles in der Arbeitswelt verändert und welche Auswirkungen das für Unternehmen und Arbeitgeber hat, lesen Sie hier.
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Fit for work
Die Rückenschmerzen kamen schleichend. Zuerst nahm Norbert Klarner sie auf die leichte Schulter - doch die Schmerzen nahmen täglich zu, machten seine Arbeit schließlich unmöglich, „Doppelter Bandscheibenvorfall" diagnostizierte sein Arzt schließlich und schrieb den 30-jährigen Zimmermann krank. Eine Zeit der Unklarheit begann.
Fünf Wochen wurde der junge Mann aus dem fränkischen Schwabach behandelt - mit Erfolg: Im November 2007 ging er wieder auf das Dach. Allerdings nur für einen Tag. "Die Beschwerden waren sofort wieder da", erinnert er sich. Die schwere körperliche Arbeit in Zwangshaltung forderte ihren Tribut. Wieder wurde Norbert Klarner krank geschrieben - und dieses Mal war sogar eine Operation notwendig. Obwohl sich der Handwerker erneut schnell erholte, rieten ihm die Ärzte von einer Rückkehr in seinen erlernten Beruf ab, die Belastung für seine Bandscheiben sei einfach zu groß. Das sah auch sein Krankengeld- Fallmanager bei der Barmer Ersatzkasse so. Er empfahl Norbert Klarner eine Beratung zur beruflichen Wiedereingliederung und stellte den Kontakt zum Berufsförderungswerk (BFW) Nürnberg her, das wie alle Deutschen Berufsförderungswerke Kooperationspartner der Barmer Ersatzkasse ist. Die BFW als große Reha-Dienstleister sind spezialisiert auf die berufliche Rehabilitation von Erwachsenen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben können. "Unsere Aufgabe ist es, mit den Versicherten der Krankenkasse eine zeitnahe berufliche Perspektive zu erarbeiten", erklärt Fred Dönhöfer, einer von vier BFW Case-Managern in Nordbayern. Die Kooperation, die das BFW mit der Barmer, aber auch mit anderen Krankenkassen geschlossen hat, zielt darauf, lange Laufzeiten zwischen medizinischer und beruflicher Reha zu minimieren und frustrierende Zeiten der Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden. Es geht darum, die Betroffenen frühzeitig über mögliche Leistungen zur Teilhabe zu informieren und Maßnahmen zur Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit zu entwickeln. "Unser erstes Ziel ist aber immer der Erhalt des Arbeitsplatzes, z. B. durch innerbetriebliche Umsetzung", so Dönhöfer, "allerdings ist das in kleinen Betrieben oft nicht möglich, hier ist dann eine berufliche Neuorientierung und die anschließende schnelle Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt der richtige Schritt."
Neue Perspektiven
So auch bei Norbert Klarner. In seinem Beratungsgespräch informierte ihn der BFW Case-Manager über den Ablauf eines Reha-Verfahrens, die verschiedenen Qualifizierungsmöglichkeiten und den zuständigen Reha-Träger. Vorstellungen, wohin es beruflich gehen sollte, hatte Norbert Klarner bereits: Er wollte Fachkraft für Abwassertechnik werden - "nach 15 Jahren Tätigkeit im Freien konnte ich mir einen Arbeitsplatz im Büro nicht vorstellen", sagt er. Nachdem eine Arbeitserprobung die Eignung für den Wunschberuf bestätigte, stand Norbert Klarners Ziel nichts mehr im Wege. Er kündigte seinem alten Arbeitgeber und begann im Juli 2008 im BFW mit seiner Ausbildung. Inzwischen hat er sogar schon einen Arbeitsplatz in Aussicht: In zwei Jahren wird eine Stelle im Klärwerk seiner Gemeinde frei - und Norbert Klarner besitzt die Option darauf.
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