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Neue Berufsfelder-Zukunftssparten
Was sind die bestimmenden Branchen der Zukunft? Welche Fähigkeiten werden gefragt sein? Was sich alles in der Arbeitswelt verändert und welche Auswirkungen das für Unternehmen und Arbeitgeber hat, lesen Sie hier.
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Büroarbeit der Zukunft
Das Büro, Arbeitsplatz für rund 17 Millionen Menschen in Deutschland, ist im Wandel begriffen. Durch die Veränderung innerhalb der Wirtschaft - weg von der Produktions- hin zur Dienstleistungsgesellschaft - und modernste Kommunikationstechniken haben sich Rolle und Möglichkeiten der Büroarbeit wesentlich verändert. Daraus ergeben sich neue Anforderungen, aber auch Chancen.
Verstaubte Aktenschränke, Stenoblock, Blaupapier und klappernde Schreibmaschinen - diese und ähnliche Klischees hängen dem Beruf der Bürokaufleute auch heute oft noch nach. Zu Unrecht: Denn mit dem Einzug modernster Informations- und Kommunikationstechniken haben sich die bisher rein schreibtechnisch und abwicklungsorientierten Aufgaben in den Büros stark verändert: Schreibmaschine und Diktiergerät, früher sehr wichtig, sind mittlerweile von der Computerstruktur verdrängt worden und aus einstigen Sachbearbeitern sind heute vielseitig einsetzbare Fachkräfte geworden, die nicht nur ein Gespür für Zahlen haben, sondern auch über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, Kundenorientierung und Beratungskompetenz verfügen.
Keine Rechenschieber
Zwar nehmen Kostenrechnung, Controlling und Buchführung im Aufgabenspektrum der Bürokaufleute immer noch viel Raum ein. Doch wer glaubt, dass Kaufleute reine Rechenschieber sind, der irrt: "Sie unterstützen sämtliche Unternehmensprozesse aus betriebswirtschaftlicher Sicht", erklärt Dr. Hella Lüth vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Das reicht von der Auftragsanbahnung über die Angebots- und Leistungserstellung bis hin zum Kundenservice. Dabei sind die Allrounder im Büro stets auch Vermittler zwischen den ökonomischen Interessen des Unternehmens und den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden. Eine Studie des Früherkennungsforschungs- Netzwerks FreQueNz bestätigt, dass neue Qualifikationen schon jetzt und auch in der Zukunft eine immer größere Rolle bei Unternehmen spielen. Danach verlangen viele Unternehmen neben dem sicheren Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln und Englischkenntnissen so genannte Soft Skills wie Kooperations- und Teamfähigkeit, aber auch soziale Kompetenzen und einen ausgeprägten Sinn für Kundenwünsche. Genauer gesagt erwarten 64 % der befragten Betriebe einen Allrounder, der sich durch Kooperationsfähigkeit und Fachwissen auszeichnet und 31 % sogar den ausgesprochenen Kundenspezialisten im Büro. Doch was bedeutet es, ein Kundenspezialist zu sein? Laut der ADeBar-Studie ist hierzu vor allem die "Orientierung an Interessen und Belangen der Kunden" nötig. Denn was in Zukunft mit am stärksten gefragt sein wird, ist die "Fähigkeit, gemeinsam mit dem Kunden verbesserte Lösungen zu finden".
Aspekte zukünftiger Qualifikationserfordernisse im kaufmännischen Bereich*
- Stärkere Wandlung von Arbeitsmitteln im Gegensatz zu kaufmännischen Fachinhalten
- Stärkere Aufteilung von Bürotätigkeiten in Aufgaben für generelle Ansprechpartner mit Außenkontakten und Aufgaben für Themenexperten im Hintergrund
- Stärkere Forderung von Organisation mit Abstimmungs- und Vermittlungsaufgaben durch intensive Kommunikation in großem Umfang im Arbeitsalltag
- Erhöhte Anforderungen an die Fähigkeit zur Selbstorganisation
- Stärkere Gewichtung sozialer Kompetenzen im Gegensatz zu fachlicher Qualifikation
* laut ADeBar-Studie, Fraunhofer Institut Arbeitswirtschaft und Organisation, TNS Infratest Sozialforschung und HK-Forschung
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