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Neue Berufsfelder-Zukunftssparten
Was sind die bestimmenden Branchen der Zukunft? Welche Fähigkeiten werden gefragt sein? Was sich alles in der Arbeitswelt verändert und welche Auswirkungen das für Unternehmen und Arbeitgeber hat, lesen Sie hier.
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Worauf Arbeitgeber sich verlassen wollen
„Fachverkäuferin mit guten EDV-Kenntnissen und Teamqualitäten gesucht." Zu den Trends der nahen Zukunft gehört die Bündelung von Qualifikationen in Stellenausschreibungen, die eine Berufsbezeichnung allein nicht mehr beinhaltet. Neben dem fachlichen Know-how zählen zunehmend auch die ausgewiesenen Sozialkompetenzen eines Bewerbers. Zum einfachen Zeugnis der Berufsausbildung kommen da immer mehr Zertifikate, die dem Arbeitgeber die Qualitäten des Bewerbers beweisen sollen.
Was in der Berufsausbildung gelernt wurde, reicht längst nicht mehr für ein ganzes Berufsleben. Weiterbildung ist unerlässlich, und ein erheblicher Teil der benötigten beruflichen Qualifikationen wird heute in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung erworben. Dafür gibt es unzählige Abschlüsse, Zeugnisse oder Zertifikate. Die Spanne der Nachweise reicht von einer Teilnahmebestätigung des Anbieters bis zur bundesweit oder international anerkannten Prüfung mit einem Abschlusszeugnis oder Diplom und der Erlaubnis, eine anerkannte Berufsbezeichnung zu tragen. Für Arbeitgeber ist es da manchmal schwer, herauszufinden, ob sie tatsächlich eine Aussage über das Können des zukünftigen Arbeitnehmers aussagen. Enden sie mit einer staatlich anerkannten Berufsbezeichnung, so haben es Arbeitgeber in der Regel einfach. Die Ausbildung ist zumindest deutschlandweit anerkannt. Doch selbst Abschlüsse mit Berufsbezeichnung sind nicht immer ausreichend aussagekräftig für Arbeitgeber. Dass Transparenz über die vermittelten Qualifikationen eine wichtige Rolle für Arbeitgeber spielt, bestätigt Michael Steuer vom Bildungsservice des Berufsförderungswerks München: "Wir stellen sogar bei extern anerkannten Abschlüssen noch interne Hauszeugnisse aus, die detailliert Auskunft über die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Absolventen geben, damit die Arbeitgeber auf einen Blick erkennen können, über welche besonderen Qualifikationen der zukünftige Arbeitnehmer verfügt." Doch auch nicht staatlich anerkannte Zertifikate finden hohe Anerkennung, so etwa bei den Softwarekonzernen SAP oder Microsoft. Die nicht geschützten Zertifikate genießen sogar global eine hohe Akzeptanz, "wenn sie einen Branchen- oder Unternehmensstandard darstellen, der sich bewährt hat und anspruchsvollen Qualitätskriterien genügen", erläutert Dirk Werner, stellvertretender Institutsleiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik. Für Bewerber, die im Besitz eines entsprechenden "Hauszertifikats" sind, zum Beispiel "SAP-Berater" oder "Microsoft Certified System Engineer", gilt daher: Sie bringen den geforderten Wissenstand mit. Darauf können Arbeitgeber sich verlassen.
Worauf Arbeitgeber achten sollten
- Es gibt staatlich anerkannte Abschlüsse, zum Beispiel die der IHK und der HWK. Hier ist ein Qualitätsstandard der Ausbildung gewährleistet.
- In Branchen, in denen Arbeitsplatzanforderungen und Berufsinhalte sich schnell verändern, ist zu überprüfen, ob die in einem Abschluss genannte Berufsbezeichnung üblich und allgemein anerkannt ist.
- Bei Maßnahmen, die nicht mit einem Abschluss enden, sollten Arbeitgeber sich vergewissern, ob das Teilnahmezeugnis aussagekräftig genug ist, um als Qualifikationsnachweis zu gelten.
- Auskunft geben in den meisten Fällen die regionalen Bildungsberatungsstellen. Auch die Kammern klären Arbeitgeber und Personalentscheider über die Qualität und Differenzen von Weiterbildungszertifikaten auf.
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