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Neue Berufsfelder-Zukunftssparten
Was sind die bestimmenden Branchen der Zukunft? Welche Fähigkeiten werden gefragt sein? Was sich alles in der Arbeitswelt verändert und welche Auswirkungen das für Unternehmen und Arbeitgeber hat, lesen Sie hier.
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Neue Berufe braucht das Land
Das Leben der modernen Gesellschaft ist automatisiert: Geld- und Bankautomaten, Ticket- und Warenautomaten sind unverzichtbare Bestandteile des Alltags. Wenn sie funktionieren. Dafür braucht es Fachleute und sorgfältig entwickelte Ausbildungen. Die Dynamik des technologischen Fortschritts stellt immer höhere Anforderungen an Arbeitsprofile - und die zunehmend komplexere Berufswelt erfordert ein Update bestehender Berufsordnungen. Manchmal entsteht dann ein komplett neuer Beruf - wie 2008 der „Automatenfachmann". Seit 1996 sind im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) insgesamt 294 Berufe modernisiert oder völlig neu entwickelt worden.
Die technische und wirtschaftliche Entwicklung mit internationalem Wettbewerb sowie dem Wandel zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft verändert die Arbeitswelt rasant. Bei der Modernisierung von Berufen geht es im Wesentlichen darum, den aktuellen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Daher legt die Wirtschaft im Rahmen ihrer Aktion "Neue Berufe" regelmäßig Vorschläge für neue Berufe vor. "Die Initiative für neue Berufe geht von der Praxis aus", bestätigt Irmgard Frank, Leiterin der Abteilung Ordnung der Berufsbildung am BIBB. "Wenn die an der beruflichen Bildung beteiligten Parteien signalisieren, dass Bedarf besteht, werden wir aktiv." Die Bilanz der letzten Jahre bei der Schaffung neuer und bei der Modernisierung bestehender Berufe ist positiv: Zwischen 1996 und 2007 wurden 72 Berufe neu geschaffen und 212 modernisiert. "Im vergangenen Jahr konnten wir 10 % mehr an Ausbildungsverhältnissen verzeichnen und in diesem Jahr wird es ähnlich sein", freut sich die Berufe-Erfinderin. Zahlen, die belegen, dass es mit den neuen Berufen gelungen ist, Innovationen und moderne Entwicklungen in Wirtschaft und Technik in das bewährte System der dualen Berufsausbildung zu integrieren. Auch in diesem Jahr haben sich die Berufemacher des BIBB wieder mächtig ins Zeug gelegt: Zehn novellierte oder neue Ausbildungsberufe für Industrie und Handel gingen im August 2008 an den Start. Neben dem "Automatenfachmann" gehört auch der Personaldienstleistungskaufmann dazu. Für Irmgard Frank eine potentielle Erfolgsgeschichte: "Mit diesem neuen Beruf haben wir auf die enorme Wirtschaftsentwicklung der Personaldienstleistungsbranche und den dort entstandenen Personalbedarf reagiert", erläutert sie, "damit steht erstmalig eine Ausbildung zur Verfügung, die sich ausschließlich mit dem Thema Personal beschäftigt." Es sind gezielte Innovationen wie diese, mit dem das System der beruflichen Bildung seinen Beitrag zum nachhaltigen Wandel der Arbeitswelten leistet.
Fachkräfte nach Maß
Zu den "Berufe-Erfindern" gehören auch die Berufsförderungswerke. Als Weiterbildungsexperten entwickeln sie im engen Dialog mit Arbeitgebern innovative Qualifizierungsangebote, die den Nerv von Wirtschaft und Arbeitsmarkt treffen: So gehört sie mit zu den Ersten, die mit der Schaffung der Ausbildung "Qualitätsfachleute" auf steigende Qualitätsstandards und den zunehmenden Einsatz von Qualitätsmanagement- Systemen reagiert haben. Jede Entwicklung verlangt nun einmal ihre eigenen Berufe.
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