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Wirtschaftsoptimismus
 
Starkem Euro und mehrwertasteuererhöhung zum Trotz: Der wirtschftliche Optimismus der deutschen Unternehmen ist kaum zu bremsen.


Branche boomt  

Wenn eine Branche zu den Gewinnern der Globalisierung zählt, dann ist es mit Sicherheit die Logistikbranche. Experten sind sich darüber einig, dass die Logistikbranche in den kommenden Jahren deutlich schneller als die Weltwirtschaft wachsen wird. Die Warenströme rund um den Globus nehmen rasant zu, der wirtschaftliche Aufschwung in Schwellenländern wie China und Indien sorgt für Transporte in noch nicht gekannter Zahl. Allein im Jahr 2006 stieg der globale Wert aller Handelsexporte um 15 % auf 11.760 Mrd. US-Dollar.


Vom Boom in der Logistikbranche profitieren auch die deutschen Unternehmen. Im Jahr 2007 erwirtschafteten sie einen Umsatz von 189 Milliarden Euro, haben Experten des Fraunhofer-Instituts für Logistik in Nürnberg errechnet. Das entsprach einem Wachstum von acht Prozent. Bei brummender Weltkonjunktur wird das Tempo eher zu- denn abnehmen.

Eine 2007 veröffentlichte Prognose im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums kam zu dem Schluss, dass die deutschen Häfen an Nord- und Ostsee 2025 eine Gütermenge von 759 Millionen Tonnen bewältigen müssen. Für das Jahr 2007 gingen die Gutachter von einer Tonnage in Höhe von 322 Millionen Tonnen aus. "Transport und Logistik entwickeln sich zu Wachstumsmotoren. Mit zunehmenden Verkehrsaufkommen steigt aber die Verantwortung für eine effiziente und nachhaltige Entwicklung", sagte der damalige Staatssekretär im Verkehrsministerium Jörg Hennerkes bei der Vorstellung der Zahlen. Die Erweiterung von Häfen, die Vertiefung von Flüssen für die großen Containerschiffe sowie der Neubau von Straßen haben Umweltschutzverbände längst ins Visier genommen und Protestaktionen gestartet. Absehbar ist aber, dass es vor allem im Containerverkehr weitere Zuwächse geben wird. Hier gilt folgende Faustregel: "Ein Prozent Wachstum in der weltweiten Produktion führt zu dre Prozent mehr Containertransporten", erklärt Detthold Aden, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Seehafenbetriebe. Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht abzusehen: "Der Globalisierungsprozess steckt noch in den Kinderschuhen", sagt Aden.

15.000 Arbeitsplätze im Hafen
Aber nicht nur die großen Seehäfen wie Hamburg, Bremen oder auch Wilhelmshaven, wo Deutschlands erster großer Tiefseewasserhafen entstehen soll, profitieren von den zunehmenden Warenströmen, sondern auch ein Binnenland-Hafen wie Duisburg. Die Logistik ist für den Niederrhein "ganz klar zum Aushängeschild geworden", sagte Thomas Hüttemann, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel- Kleve, auf dem Neujahrsempfang seiner Organisation. Er verwies auf den Logport in Duisburg: "Dort gingen einst 6.000 Arbeitsplätze in der Stahlbranche verloren. Doch der Strukturwandel war erfolgreich. Heute sind über 15.000 Arbeitsplätze allein mit dem Duisburger Hafen direkt verbunden." Es könnten noch mehr werden, wenn es weitere Flächen gäbe. "Die gesamte Fläche des Logport-II-Areals ist bereits heute vollständig optioniert", betont Erich Staake, Vorstandschef der Duisburger Hafen AG. Sprich, auch diese Flächen sind für neue Betriebe schon ausgebucht.


Transportleistung der deutschen Verkehrsträger (in Mrd. Tsd. km)


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