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Wirtschaftsoptimismus
Starkem Euro und mehrwertasteuererhöhung zum Trotz: Der wirtschftliche Optimismus der deutschen Unternehmen ist kaum zu bremsen.
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Die jungen Wilden
Der Generationswechsel im deutschen Weinbau ist im vollen Gange und hält die Weinszene in Bewegung. Für besondere Aufmerksamkeit sorgen immer mehr Jungwinzer, die sich zu Gruppen und Initiativen zusammenschließen - denn Einigkeit macht stark. Sie setzen konsequent auf Qualität und den gezielten Austausch untereinander. Und der Erfolg gibt ihnen Recht.
Sie sind jung, zielstrebig und talentiert. Und sie wissen genau, wo der Bartel den Most holt: Die neuen jungen Winzer. Locker zusammengeschlossen in Vereinigungen, haben provinzielles Denken und überzogenes Konkurrenzgehabe über Bord geworfen - mit pfiffigen Marketingideen, Optimismus und jeder Menge Leidenschaft mischt die nächste Generation erfolgreich im Wein-Geschehen mit. Sie nennen sich "Message in a bottle", "Wine on the rock", "Junge Schwaben" oder "Nahe Talente".
In den Jungwinzer-Gruppierungen, die es mittlerweile in allen Anbaugebieten gibt, herrscht eine jugendlich sympathische Unbekümmertheit, die vom Spaß am Wein und der Lust auf Genuss zusammengehalten wird und trotzdem immer die Qualität fest im Blick behält. Man organisiert Veran- staltungen mit Party-Charakter und bricht mit innovativen Marketingideen verkrustete Weinansichten auf. Doch das Wichtigste: Man ist offen und schaut über den heimischen Tellerrand und bei Gelegenheit auch in den Keller des Nachbarn. Kooperieren statt konkurrieren ist die Devise dieser jungen Wilden, denn heute liegt die Konkurrenz nicht mehr so sehr im Nachbarbetrieb, sondern vielmehr im international bestückten Weinregal der Supermärkte.
Den Jungwinzern von heute ist wichtig, einerseits ihre Individualität zu wahren, aber auch Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Marketingstrategien zu entwickeln und Marktaktivitäten umzusetzen. So auch bei "Frank & Frei": Die fränkische Winzervereinigung der ersten Generation hat sich bereits vor mehr als 10 Jahren zusammengefunden, mit der Vision, dem angestaubten Müller-Thurgau ein frischeres Image zu geben. Es ist ihnen gelungen: Mit neuen Ideen hat sich der fränkische Klassiker vom Ladenhüter zum Verkaufsschlager entwickelt. Die wichtigsten Faktoren für diesen Erfolg waren laut Geschäftsführer Artur Steinmann ein kompromissloses Qualitätskonzept, die klare Definition und Positionierung einer Marke und die vorbehaltlose Zusammenarbeit innerhalb der Winzergruppe: "Wir haben zunächst alles in Frage gestellt, ein neues Konzept erarbeitet und dieses dann mit viel Herzblut in die Wirklichkeit umgesetzt." Das Konzept ist aufgegangen: Die 17 Mitglieder der Gruppe sind heute renommierte Winzer mit Spitzenweingütern, die inzwischen neben dem ehemaligen Sorgenkind Müller- Thurgau auch andere Weine aus ihren Betrieben unter dem gemeinsamen Label "Frank & Frei" im Umfang von ca. 400.000 Flaschen vermarkten und das über Deutschland hinaus nach Holland, nach Skandinavien und sogar bis nach Dubai.
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