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Wirtschaftsoptimismus
Starkem Euro und mehrwertasteuererhöhung zum Trotz: Der wirtschftliche Optimismus der deutschen Unternehmen ist kaum zu bremsen.
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Ein Mann gibt Gas!
Wenn es in der deutschen Industrie um Spitzenjobs geht, fällt garantiert ein Name: Dr. Wolfgang Reitzle. Ob bei BMW, Porsche, VW oder Siemens, dem eleganten Schwaben werden auch schwierigste Aufträge zugetraut. Mit Recht, wie der erfolgreiche Umbau des Traditionskonzerns Linde zeigt.
Lange galt Linde als zwar solider, aber wenig spannender Mischkonzern und als klassischer Übernahmekandidat. Bis 2002 Dr. Wolfgang Reitzle, der sich zuvor bei BMW und Ford einen Namen gemacht hatte, in den Vorstand der Linde AG wechselte und 2003 den Vorsitz übernahm. Der ehrgeizige Manager, der als Technikliebhaber und Perfektionist gilt, räumte beim Wiesbadener Traditionsunternehmen gründlich auf und erreichte, was kaum einer für möglich gehalten hätte: Aus dem Konglomerat Linde ist ein fokussierter, führender Global Player in den Bereichen Gase und Engineering geworden, der mit über 12 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr mehr als optimistisch in die Zukunft blickt.
Radikalkur für den DAX-Konzern
Reitzle hatte sein Amt kaum angetreten, als bei Linde das große Aufräumen begann. Binnen drei Jahren baute der ehemalige Automanager den traditionellen Mischkonzern radikal um: Die Kältetechnik, historischer Kern der 1879 gegründeten "Gesellschaft für Linde's Eismaschinen" und mittlerweile verlustträchtige Keimzelle des Unternehmens, wurde 2004 verkauft. Ende 2006 trennte sich der Konzern dann auch von der Gabelstaplersparte. Schließlich galt es, Reitzles bislang größten Coup zu stemmen: die Übernahme des britischen Industriegasespezialisten BOC.
Vor allem aber hat Wolfgang Reitzle diesen Umbau ohne große Unruhe im Konzern vollzogen: Von Beginn an wurden die Beschäftigten in Entscheidungen eingebunden und selbst bei unangenehmen Maßnahmen wie geplanten Unternehmensverkäufen, Entlassungen oder Gehaltskürzungen scheute der Schwabe nicht den Auftritt auf Betriebsversammlungen. Das Interesse an den Belangen der Belegschaft wurde ihm abgenommen.
Alles wird gut
Dr. Wolfgang Reitzle ist es gelungen, mit unerschütterlichem Optimismus und einer transparenten Umsetzung Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre von seiner langfristigen Strategie zu überzeugen. Mit Erfolg: Linde ist mittlerweile die weltweite Nummer eins im Gasgeschäft. Und - der Linde-Chef genießt unter den deutschen Top-Managern bereits zum dritten Mal in Folge den besten Ruf.
Immer einen Schritt voraus: Dr. Wolfgang Reitzle
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