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Wissensmanagement
Wissen ist der entscheidende Faktor für nachhaltigen Erfolg: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist lebenslanges lernen und der reibungslose Transfer von Wissen für Unternehmen und Mitarbeiter zur notwendigen Aufgabe geworden.
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Mit Erfahrung und Bauchgefühl
Übermannshoch sind die Holzfässer mit rund 4.000 Litern Fassungsvermögen, die unübersehbar von dem Eingang der Büttnerei Aßmann in Eußenheim bei Würzburg stehen. Hier fertigt der Familienbetrieb in dritter Generation Holzfässer für Weinkellereien. Das Know-how für diesen Beruf ist jahrhundertealt, aber heute noch so aktuell wie einst - in Deutschland kein Einzelfall.
Die Palette der Holzfässer reicht dabei von einem Fassungsvermögen von fünf Litern bis zu den Riesen bis 4.000 Litern. "Sieht man einmal von modernen Holzbearbeitungsmaschinen ab, hat sich seit zwei Jahrtausenden am eigentlichen Fertigungsprozess der Fässer nicht viel geändert", sagt Firmenchef Andreas Assmann, der sein Wissen von seinem Großvater Josef und seinem Vater Karl erlernt hat. Das Fertigen von Holzfässern ist auch heute noch weitgehend Handarbeit. Die Fässer bestehen im Wesentlichen aus Dauben, die von eisernen Fassreifen zusammengehalten werden, und den Böden. Andreas Aßmann kennt nicht nur diese historische Fertigungsweise aus Büchern: "Was ich über mein Handwerk neben all dem Erfahrungsschatz unserer Familie gelernt habe, steht in Lehrbüchern, die aus dem Jahre 1950 stammen. Es hat sich bei uns einfach nichts geändert." Sein Wissen gibt er so guten Gewissens seinen insgesamt acht Mitarbeitern und Lehrlingen weiter. "Unser Handwerk basiert stark auf einem Bauchgefühl", sagt der Franke. Die wichtigste Entscheidung fällt gleich am Anfang - die der Holzauswahl. "Unser Eichenholz stammt aus dem nahen Spessart, wir kaufen unser Holz nur lokal", erzählt Aßmann, "deshalb wissen die dortigen Forstämter genau, dass wir fein gewachsene Stämme brauchen." Das Auge dafür, welche Stämme geeignet sind, gewinne jeder seiner Mitarbeiter mit zunehmender Berufserfahrung. "Solches Know-how wird auch noch in Jahrzehnten zählen, denn an unserem Handwerk wird sich nicht viel verändern."
Meisterin im Glockengießen
Davon ist auch Cornelia Mark-Maas überzeugt. Die Mittvierzigerin ist Deutschlands einzige Glockengießerin mit Meisterbrief in diesem Fach. Sie ist Chefin des Familienbetriebes Glockengießerei Hans August Mark" im kleinen Eifelort Brockscheid. Ihr Weg in die elterliche Glockengießerei war vorgezeichnet. "Mit 13 Jahren durfte ich zum ersten Mal beim Gießen einer Glocke helfen, da war der Faszinationsfunke gezündet", erzählt sie von ihren Anfängen. Die von ihrer Familie liegen noch weiter zurück, knapp 400 Jahre. Ab 1620 begannen ihre Vorfahren als Wander-Gießer ihr Geld zu verdienen, seit 1846 mit fester Werkstatt in Brockscheid. Geändert hat sich in all den Jahrhunderten wenig an der Technik des Glockengießens nach dem so genannten Lehm-Formverfahren. Das wird auch in Zukunft so bleiben, so Cornelia Mark-Maas: "Glockengießen ist ein Handwerk, bei dem es sehr viel auf Erfahrungen und persönliches Gespür ankommt." Mit dieser Mischung ist ihr Familienbetrieb bislang gut gefahren. Denn die Anforderungen an eine Glocke, die aus der so genannten Glockenbronze, einer Mischung aus Kupfer und Zinn hergestellt werden, sind hoch: Ihre Lebensdauer beträgt in der Regel 500 Jahre.
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