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Wissensmanagement
 
Wissen ist der entscheidende Faktor für nachhaltigen Erfolg: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist lebenslanges lernen und der reibungslose Transfer von Wissen für Unternehmen und Mitarbeiter zur notwendigen Aufgabe geworden.


In aller Munde  

Holunder oder Litschi? Deutschland ist auf den Geschmack gekommen. Die Verkaufszahlen von Bionade explodieren: Mehr als 200 Mio. Flaschen hat das mittelständische Unternehmen aus der Rhön 2007 verkauft, fast dreimal so viele wie 2006. Wen wundert's, dass das kleine Wirtschaftswunder zahlreiche Nachahmer auf den Plan ruft.


Dass sein neuartiges, auf rein biologische Weise hergestelltes Getränk so einen durchschlagenden Erfolg haben wird, hat Dieter Leipold, der Erfinder von Bionade, Mitte der 90er Jahre nicht ahnen können, als die kleine Familien- Brauerei im fränkischen Ostheim kurz vor der Pleite stand. Schon seit Jahren tüftelte der Diplom-Braumeister an der Rezeptur einer Limonade, die durch Gärung entsteht. Das Ergebnis: Bionade. Ein derartiges alkoholfreies Erfrischungsgetränk hatte es bis dato nicht gegeben und entsprechend gering war zunächst das Interesse.

Inzwischen ist Bionade zum Kultgetränk avanciert - die Ökolimo hat den Sprung von der Bio-Nische ins Supermarktregal geschafft. Mit stetig steigenden Absatzzahlen, waren es 2003 noch 2 Mio. Flaschen pro Jahr, wird 2007 diese Menge an einem Tag ausgeliefert. So ein Erfolg lässt sich nicht lange geheim halten, die Nachahmer standen schnell in den Startlöchern, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Zwar sind Produktionsverfahren und Marke über Patente geschützt und die Bionadeerfinder beherrschen laut eigener Aussage als einzige die Technik, um ein alkoholfreies fermentiertes Getränk herzustellen, aber anders als bei Coca-Cola beispielsweise, birgt die Herstellung von Bionade kein streng gehütetes Geheimrezept. Einzig durch mehrere Jahre Vorsprung und Erfahrung in der Entwicklung ist die kleine Privatbrauerei zur Zeit noch im Wettbewerbsvorteil. Und den gilt es zu schützen, zur Not mit harten Bandagen.

Die Luft wird dünner
Denn seit ihre Erfindung zum Durstlöscher breiter Konsumentenschichten geworden ist - Bionade nimmt heute den dritten Platz in der Rangliste der alkoholfreien Limonaden ein - hat es das Rhöner Familienunternehmen immer häufiger mit Plagiaten zu tun: Gegen Sinalco und den Discounter Plus hat man sich mit einstweiligen Verfügung erfolgreich zur Wehr gesetzt, weil deren Produkte den eigenen in Namen, Farbe, Form und Sorte zu sehr ähneln. "Wir gehen mit aller Härte dagegen vor, wenn Konkurrenten den Eindruck erwecken wollen, ein ähnliches Produkt anbieten zu können wie wir", betont Bionade-Geschäftsführer Peter Kowalsky. Doch die Luft wird immer dünner, denn Sinalco und Plus sind nicht die Einzigen, die auf der Erfolgswelle mitschwimmen wollen. So plant der weltgrößte Bierkonzern InBev, über seine Bremer Tochter Beck's eine Ökolimonade in den Geschmacksrichtungen Grapefruit-Litschi oder Orange- Pfeffer auf den Markt zu bringen. Erfolg zieht eben Nachahmer an.



Weitere Informationen:

Das Deutsche Patent- und Markenamt hilft, Wissen zu schützen: Jeden Tag entstehen zahllose neue Ideen. Doch die beste Idee nützt dem Erfinder nichts, wenn der wirtschaftliche Vorteil der Konkurrenz zu Gute kommt. Denn grundsätzlich herrscht Nachahmungsfreiheit, es sei denn, ein Schutzrecht schützt davor. Über das Deutsche Patent- und Markenamt in München werden technische Lösungen vom Staat durch Patente und Gebrauchsmuster geschützt, Form und Aussehen durch Geschmacksmuster sowie Bezeichnungen für Waren oder Dienstleistungen durch Marken. Nur der Inhaber eines dieser Schutzrechte kann entscheiden, in welcher Form er dieses nutzen will: Er kann seine Erfindung bzw. sein Produkt entweder selbst verwerten oder anderen eine Lizenz zu dessen Verwertung erteilen. Und nicht zuletzt kann er jeden, der unbefugt seine Erfindung gewerblich verwendet oder nützt, rechtlich belangen.


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