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Wissensmanagement
Wissen ist der entscheidende Faktor für nachhaltigen Erfolg: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist lebenslanges lernen und der reibungslose Transfer von Wissen für Unternehmen und Mitarbeiter zur notwendigen Aufgabe geworden.
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Kollektives Know-how
Es klingt ein wenig wie Science- Fiction: Das zentrale Gehirn sitzt beim IT-Unternehmen Synaxon AG nicht in der Chefetage, sondern im Computer. Europas größter Betreiber von IT-Kooperationen setzt erfolgreich auf das Wikipedia-Prinzip - per Knopfdruck kann jeder Mitarbeiter auf das gesammelte Firmen-Wissen zugreifen.
Unternehmen müssen ihr Wissen teilen, um Erfolg zu haben, sagt Don Tapscott, ein Vordenker der digitalen Wirtschaft. Die Synaxon AG, mit über 2.600 selbstständigen Partnern und einem Umsatz von rund 3 Milliarden Euro die größte IT-Verbundgruppe Europas, hat deshalb zur Unterstützung eines reibungslosen Wissenstransfers ein Firmen-Wiki eingeführt. Das Gehirn des Unternehmens funktioniert wie der große Bruder Wikipedia, das für jedermann zugängliche Internet- Wissensportal. Auf mehr als 5.000 Seiten ist das gesammelte Wissen des Unternehmens erfasst - egal ob Infos über Vertragspartner, Verträge, freie Stellen oder Dokumentation der laufenden Projekte, alles steht abrufbar im firmeneigenen Wiki. Auf Knopfdruck kann jeder Mitarbeiter, egal in welcher Position, das digitale Gehirn des Unternehmens anzapfen: Einträge editieren, kommentieren oder einfach das vorhandene Wissen nutzen. Nur ein kleiner Teil des Firmen-Wikis bleibt den Führungskräften vorbehalten.
Keine Wissensbarrieren
Im Wiki gibt es keine Hierarchien, keine Vorgaben - jeder darf einstellen, was ihn bewegt: So kann schnell für ein Problem eine Lösung gefunden oder eine Diskussion angeregt werden. Kurz: Es gibt keinen schleppenden Wissenstransfer mehr. Im Gegenteil: Bislang brachliegendes Wissenspotenzial kommt - Wiki sei Dank - zum Vorschein, wenn Anregungen und Ideen, die auf normalem Wege vielleicht verloren gegangen wären, weiterentwickelt und erfolgreich umgesetzt werden können. Frank Roebers, Vorstandssprecher von Synaxon, spricht gar von einer "Kulturrevolution". Ganz im Sinne des Schweizer Computeringenieurs Peter Thoeny, der als Vordenker von Firmen-Wikis gilt: "Wikis machen Organisationen flacher und anarchischer, auch weil es hier keinerlei exklusive Informationen gibt. Alles wird geteilt."
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