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Wissensmanagement
Wissen ist der entscheidende Faktor für nachhaltigen Erfolg: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist lebenslanges lernen und der reibungslose Transfer von Wissen für Unternehmen und Mitarbeiter zur notwendigen Aufgabe geworden.
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Zug um Zug mehr Wissen
Zukunft bewegen - dieses hehre Ziel hat sich die Deutsche Bahn als Leitgedanken selbst gesetzt. Und damit die Beschäftigten von morgen diese Leistung auch erfüllen können, muss eines gewährleistet sein: ein funktionierendes Wissensmanagement. Nur wenn den rund 240.000 Mitarbeitern bei Europas größtem Mobilitäts- und Logistikkonzern qualifiziertes Wissen nachhaltig zur Verfügung steht, sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Bahn auch künftig nicht stehen bleibt.
Dass ein großes Unternehmen wie die Bahn nicht ohne seine Mitarbeiter erfolgreich sein kann, hat zuletzt der Bahnstreik gezeigt. Aber nicht nur der einzelne Mitarbeiter zählt, sondern auch seine Erfahrung spielt für die erfolgreiche Bewältigung der alltäglichen Anforderungen eine wichtige Rolle: nicht selten ist sie wichtiger als abstraktes Lehrbuchwissen. "Genau dieses informelle Wissen ist in der Regel nur schwer zu dokumentieren, nur ein kontinuierlicher Austausch zwischen Kollegen sichert, dass aus den Erfahrungen anderer gelernt werden kann", weiß Uwe Herz, Leiter Kommunikation Personal. Um das alltägliche informelle Lernen der Mitarbeiter sicher zur Verfügung zu stellen, fördert das Unternehmen die Bildung informeller Netzwerke, die den Wissenstransfer über Ressort, Regionen- und Ländergrenzen hinweg ermöglichen. Zum Beispiel der TraineeClub: Er ist ein eigenständiges Netzwerk für junge Akademiker aus allen Bereichen der Bahn, das den Austausch zwischen jungen Nachwuchskräften und Vertretern des oberen Führungskreises bis hin zu den Vorständen unterstützt. Aber auch in den Bildungs angeboten der Bahn - DB Training und DB Akademie - wird die Weitergabe informellen Wissens gefördert: "In der Qualifizierungsreihe Projektmanagement gibt es beispielsweise ein eigenes Expertenforum für Projektleiter, in dem der intensive Austausch im Vordergrund steht."
Erfolgskritisches Wissen sichern
"Wenn informelles Wissen über Technik, Prozesse oder Kunden nicht mit angemessenem Aufwand kurzfristig am Markt eingeholt werden kann, sprechen wir von erfolgskritischem Wissen", erklärt Uwe Herz. Die Sicherung dieses Wissens ist vor allem dann relevant, wenn nur einzelne Mitarbeiter darüber verfügen: Nur so kann verhindert werden, dass eine entscheidende Wissensressource mit Mitarbeitern verloren geht, wenn diese das Unternehmen verlassen. Damit das gar nicht erst passiert, sensibilisiert ein Leitfaden Führungskräfte für das Thema und stellt Methoden vor, wie dieses Wissen an andere Mitarbeiter nachhaltig übertragen werden kann.
Externes Wissen gewinnen
Aber auch externes Wissen ist gefragt: Um hier einen nachhaltigen Transfer sicherzustellen, hat sich die Deutsche Bahn frühzeitig Hochschulen als Partner "in den Zug" geholt: In engem Dialog mit den deutschen Eisenbahnprofessoren werden einmal im Jahr auf einer zweitägigen Konferenz aktuelle Entwicklungen in Forschung und Lehre im Eisenbahnwesen diskutiert. Und in einer Kooperation mit der Universität Cottbus wurde sogar ein eigener Bachelorstudiengang ins Leben gerufen: Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Leit- und Sicherungstechnik für Bahnsysteme. Der langfristige Nutzen für das Unternehmen liegt auf der Hand: Neben dem Wissensgewinn kann die Bahn gerade für den wichtigen und sich immer schneller verändernden Bereich der Sicherheitstechnik ihren Nachwuchs frühzeitig identifizieren und Kontakte zu potenziellen Ingenieuren von morgen knüpfen - angesichts der künftigen demografischen Entwicklung eine der zentralen personalpolitischen Herausforderungen des Unternehmens.
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