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Fachkompetenz
Der demografische Wandel macht sich in vielen Branchen immer deutlicher bemerkbar. Nur mit den besten Köpfen ist diese Hürde zu packen - fachkomptente Mitarbeiter sind das Potential für die Zukunft.
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Alle Chancen der Welt
Joachim Fuhrländer gehört zu den Urgesteinen der deutschen Windbranche. Als einer der kleinsten Hersteller hat der Vollbartträger aus dem Westerwald immer auf mehr Qualität, besonderen Service und eben auf neue Wege setzen müssen. Daher gehört die Fuhrländer AG zu den ersten deutschen Windschmieden, die das Auslandsgeschäft zielgerichtet angepackt haben - über die Vergabe von Lizenzen für die eigenen Maschinen und die Qualifizierung von ausländischen Firmen.
Die weltweite Zusammenarbeit trägt mittlerweile Früchte. So arbeitet Fuhrländer beispielsweise mit dem chinesischen Rotorblatthersteller Baoding Propeller Factory zusammen. "Für einen Windpark in Südafrika liefern wir die Maschinenhäuser, die Chinesen die Flügel. Das Know-how stimmt einfach", sagt Joachim Fuhrländer. Was der Westerwälder im kleinen Maßstab praktiziert, vollzieht der Inder Tulsi Tanti im großen Stil. Anders wäre der Aufstieg seiner Suzlon Energy Ltd. zum weltweit fünfgrößten Windturbinenhersteller nicht möglich gewesen. Tanti, der sich zusammen mit dem französischen Atomkonzern Areva im ersten Halbjahr ein wochenlanges Bietergefecht um den deutschen Anlagenhersteller REpower Systems AG geliefert hat, erwarb gezielt rund um den Globus mehrere Unternehmen, die ihm das notwendige Know-how und die Technologie für seine Windpropeller liefern konnten. So sitzt beispielsweise die Entwicklungsabteilung in Rostock, der Getriebezulieferer in Belgien oder die Marketingabteilung in Dänemark.
Was Milliardär Tanti kann, beherrschen auch immer mehr Mittelständler und sogar Kleinstunternehmen in Deutschland. Ein Großteil des deutschen Exportbooms geht auf ihr Konto, da sie gekonnt auf der Klaviatur der Globalisierung mitspielen: Sie erobern mit ihren Produkten globale Märkte, gründen Niederlassungen im Ausland, kaufen gezielt Forschungsund Entwicklungszuarbeiten ein oder verlagern selbst ihre Produktion in andere Länder. Rund 1.300 solcher "kleinen Weltmarktführer", die in Deutschland ihren Stammsitz haben, nutzen inzwischen die Chancen der Globalisierung - und damit alle Kompetenzen dieser Welt.
Sie tun das aus dem gleichen Grund wie Finnlands größter Hersteller von rostfreiem Edelstahl Outokumpu Oyi. Das Unternehmen mit seinen fast 10.000 Mitarbeitern produziert längst nicht nur im eigenen Land, in Großbritannien und Schweden. Sondern verteilt viele Verantwortlichkeiten für Engineering-, Detailplanungs-, Liefer-, Bau- und Montage-Arbeiten auf Unterlieferanten - und zwar über den gesamten Globus. Den Vorteil des globalen Netzwerks bringt Vorstandschef Juha Rantanen auf den Punkt: "Dadurch haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern können" - und das heißt im Klartext: Kostenreduzierungsprogramme. Darin ist man sich weltweit einig.
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