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Fachkompetenz
Der demografische Wandel macht sich in vielen Branchen immer deutlicher bemerkbar. Nur mit den besten Köpfen ist diese Hürde zu packen - fachkomptente Mitarbeiter sind das Potential für die Zukunft.
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Weiterbildung lohnt doppelt
Die Experten sind sich einig: Weitsicht wird in Zukunft auch Weiterbildung heißen - und trotzdem verhalten sich noch viele Unternehmen skeptisch. Denn: Weiterbildung ist auch ein Kostenfaktor. Dabei gibt es Möglichkeiten der Förderung.
Wer nicht in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert, wird die Anforderungen von morgen nicht bewältigen können. Doch wie immer gibt es dort, wo ein Weg ist, auch Hürden. Zwei davon: Weiterbildung ist teuer und leidet zudem mancherorts unter einem schlechten Image. Viele Verantwortliche sehen zwar die Notwendigkeit der Mitarbeiterqualifizierung, schrecken aber oft vor den Kosten zurück. Zu schlecht sind in manchen Betrieben die Erfahrungen mit Weiterbildung. "Reine Verschwendung", sagen die einen, in deren Köpfen immer noch die Vorstellung vorherrscht, Mitarbeiter würden Weiterbildungsangebote für ihr persönliches Wohlbefinden ausnutzen. "Bauchtanz in der Toscana" oder "Mehr Energie durch Makrobiotik" - auch wenn derartige Kursangebote heute nur noch in Form von Witzen ihre Runde durch die Büros und Produktionshallen machen, behandeln viele Unternehmen Weiterbildung immer noch als Luxus oder als Geschenk für herausragende Leistung. Immer noch wählen Führungskräfte und Mitarbeiter Kurse zufällig aus, hinterfragen nur selten den Nutzen für das Unternehmen, haben viel zu selten die Möglichkeit, ihr erlerntes Wissen in die betriebliche Praxis einzusetzen.
"Doch wer Weiterbildung bewusst steuert und deren Inhalte an den Unternehmenszielen orientiert, wer sie als Investition in die Kompetenz der Mitarbeiter und damit in das Unternehmen selbst sieht, erhält ein starkes und zukunftsgerichtetes Instrument an die Hand, das das Unternehmen auf Dauer wettbewerbsfähig macht", sagt Dr. Paul Compes, Geschäftsführer von Arbeitgeber Südwestfalen (agsw), einer gemeinsamen Einrichtung der Arbeitgeberverbände aus der Region, der die Mitgliedsunternehmen in ihrer Personalentwicklung unterstüzt.
Attraktive Fördermittel
Mittlerweile gibt es finanzielle Förderprogramme für Unternehmen, die die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter erleichtern sollen. Die Bundesagentur für Arbeit bietet beispielsweise mit der Maßnahme WeGebAU ein besonderes Förderprogramm für die Zielgruppen der gering qualifizierten beschäftigten Arbeitnehmer und der Arbeitnehmer aus der Generation 50 plus. Manche Länder haben eigene Programme, in Nordrhein-Westfalen beispielsweise werden seit 2006 Weiterbildungsschecks an Mitarbeiter ausgegeben, mit denen sich die Weiterbildungskosten um bis zu 50 Prozent reduzieren. "Wir haben mit dieser Fördermaßnahme "Bildungsschecks" bereits sehr gute Erfahrungen gemacht", beschreibt agsw-Chef Compes die Fördermaßnahme. Das Gute daran: Die Bildungsschecks können sogar bei der Konzeption umfassender und unternehmensspezifischer Personalentwicklungsprogramme eingesetzt werden. So wird eine Investition in die Weiterbildung der Mitarbeiter zur Investition in die Zukunft des Unternehmens.
Fördermaßnahmen Programm WeGebAU 2007:
Spezielle Maßnahmen für ältere oder gering qualifizierte Arbeitnehmer:
- Arbeitnehmer älter als 45 Jahre, die in einem Betrieb mit weniger als 250 Arbeitnehmern beschäftigt sind: Sie erhalten die Lehrgangskosten und im Einzelfall einen Zuschuss für Fahrtkosten bzw. einer notwendigen auswärtigen Unterbringung.
- Ungelernte und gering qualifizierte Arbeitnehmer: Zuschuss zum Erwerb von Teilqualifikationen oder zum Nachholen eines fehlenden Berufsabschlusses. Arbeitgeber können einen Zuschuss zum Arbeitentgelt erhalten.
Für das Programm stellt die Bundesagentur für Arbeit 200 Millionen Euro bereit.
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