|
|
Chancengleichheit
Die Vielfalt der Gesellschaft: Das Jahr der Chancengleichheit ist das Herzstück einer Rahmenstrategie, die die Öffentlichkeit für Gleichstellung und Nichtdiskriminierung bestimmter Gruppen sensibilisieren soll.
|
Chancengleichheit für alle
„Europa heißt nicht nur Globalisierung von Kapital, sondern auch von sozialen Standards - diese Sichtweise können Europäische Jahre verstärken", so die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer. Das Jahr 2007 hat die EU nun zum „Jahr der Chancengleichheit für alle" ausgerufen.
Seit 1983 wählt die EU jedes Jahr ein Aktionsthema, um die EU-Bürger für eine bestimmte Frage zu sensibilisieren und die Regierungen der Mitgliedstaaten auf einen möglichen Handlungsbedarf aufmerksam zu machen. Und so ist das aktuelle EU-Jahr 2007 Herzstück einer Rahmenstrategie, die die Öffentlichkeit für Gleichstellung und Nichtdiskriminierung sensibilisieren soll. Ein Jahr lang werden europaweit die Vorteile einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft aufgezeigt. Dabei ist das Thema Diskriminierung breit gefächert: Es umfasst Geschlecht, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, Religion, Alter und Behinderung. Gerade in Hinblick auf Behinderung gibt es in Deutschland noch einiges zu tun, meint die Behindertenbeauftragte Karin Evers-Meyer: "Es geht um die Chance auf umfassende Teilhabe an der Gesellschaft." Wie entscheidend solche "proklamierten Jahre" wirken können, hat schon das von der UNO 1975 ausgerufene "Jahr der Frau" gezeigt: Es gab nachhaltige Anstöße zum Umdenkungsprozess. Und dass auch Europäische Jahre erfolgreich Impulse setzen können, hat zuletzt das EU-Jahr 2003 bewiesen: Deklariert als Jahr der "Menschen mit Behinderung" leistete es einen wichtigen Beitrag zur barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Lebens.
| |  |