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Erfolg und Strategien
Es gibt viele Strategien, die zum Erfolg führen können. Die Kunst ist es jedoch, die Richtige für das eigene Unternehmen zu finden.
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Die letzten Abenteurer
Sein Name ist längst Legende: Helmut Maucher, früherer Vorstandschef der Nestlé AG. Der 78-jährige machte den Schweizer Nahrungsmittelkonzern zu dem, was das Unternehmen heute ist: ein echter Multi. Möglich wurde sein Erfolg, weil er sich statt für die Charts der Analysten stets mehr für Menschen interessiert hat: „Ich wollte möglichst Kontakt mit den Leuten in der Fabrik aufnehmen. Und wann immer es ging, einen Abend mit den wichtigsten Vertretern der Wirtschaft oder Leute verbringen, die das Land kannten."
Hört sich nicht spektakulär an, eher nach Bodenständigkeit und Beharrungsvermögen. Was in der Tat Mauchers Managerstil trifft. Bei Krisen in Russland oder Asien blieb die Nestl stets im Land. Die Erklärung des einstigen Konzernlenkers: "Die Amerikaner hauen ab, wenn die erste Drei-Monats-Bilanz nicht stimmt - dabei wird es nie wieder so günstig, das Geschäft zu etablieren, wie in Krisenzeiten. Das hat zwei Vorteile. Man kann zu günstigen Preisen zukaufen. Und die Leu-te in der Krisenregion schätzen dich: Der ist nicht abgehauen." Der Weg zu einer Unternehmenspersönlichkeit ist niemandem in die Wiege gelegt, austauschbare Erfolgsrezepte gibt es nicht. Dafür aber jede Menge Empfehlungen von Banken und den Industrie- und Handelskammern. "Immer die Kosten im Blick haben und ein kaufmännisches Gespür entwickeln", lautet einer dieser Tipps aus einem Existenzgründerleitfaden.
Kaufmännisches Gespür allein reicht aber nicht aus, auch der "Wille zu gewinnen" spielt eine Rolle, wie die Karriere von Erich Sixt zeigt. Der 62-Jährige machte aus dem 1912 von seinem Großvater gegründeten Unternehmen "Sixt Autofahrten und Selbstfahrer" den erfolgreichsten Autovermieter Deutschlands. Der bekennende Workaholic sorgte stets für ein Minimum an Bürokratie und ein Maximum an Aufsehen. Von Anfang an war er für unkonventionelle Methoden zu begeistern: mit provokanten Werbekampagnen zum Beispiel, die stets in aller Munde waren. Mut zum Risiko wird bei dem Autovermieter eben groß geschrieben. Schließlich sind "Unternehmer die letzten Abenteurer", sagt Sixt.
Erfolgsdevise: Groß denken
Anders dagegen Torsten Töller: Dem "Entrepreneur des Jahres 2003" gelang es in nur dreizehn Jahren die größte Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör in Europa aufzubauen. Und das in aller Stille. Risikobereitschaft brauchte er dazu allerdings ebenfalls - und ein Gespür für die Wünsche der Kunden und die Trends der Zeit. Sein Erfolgskonzept: große Produktauswahl für alle Haustierarten, angeboten zu niedrigen Preisen und übersichtlich präsentiert auf einer großen Verkaufsfläche. Dabei verfolgte Töller von Beginn an die Devise "groß denken" und nutzte dafür zielstrebig die Idee des Franchising. Große Pläne hat der 40-Jährige auch für die Zukunft: Als nächstes will der Krefelder nun im Getränkebereich eine Erfolgsstory schreiben - und griff dazu tief in die Tasche: Allein 30 Millionen kostete sein neues Logistikcenter. Zum Erfolg gehören eben auch Investitionen in großem Stil.
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