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Gesundheit
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.
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Apfelpause statt Tabakqualm
Harald Homann hat es gestunken. Dabei war der Chef des gleichnamigen
Busreiseunternehmens aus Frankfurt an der Oder, wie er selbst sagt, früher ein starker Raucher: "Immer mehr unserer Mitarbeiter empfanden das Rauchen als absolut unhygienisch."
Um seinen Betrieb zur "Raucher-freien Zone" zu machen, versprach Homann allen Mitarbeitern, die dem Glimmstengel abschworen, eine einmalige Prämie von 1.000 Euro - worauf vier seiner Beschäftigten den Zigaretten ade sagten. "Viele sind Gelegenheitsraucher und warten nur auf einen Anreiz, um aufzuhören", fasst Homann seine Erfahrungen zusammen.
Dass Rauchen wenig gesundheitsfördernd ist, gehört mittlerweile zum Allgemeingut. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation beläuft sich der Schaden, den sie durch Folgeerkrankungen, Produktivitätsausfall sowie Arbeits- und/ oder Erwerbsunfähigkeit verursachen, allein in Deutschland auf jährlich 17,5 Milliarden Euro. Damit nicht genug: Laut Statistischem Bundesamt werden Raucher und ehemalige Raucher durchschnittlich 30 % häufiger krank als Nichtraucher. Um den betrieblichen Nichtraucherschutz populärer zu machen, rief der Initiativkreis für rauchfreie Arbeitsplätze (IKRA), dem u.a. die BKK, der BDA und der DGB angehören, zu einem Wettbewerb für Betriebe mit vorbildlichen Nichtraucherschutz-Programmen auf. Die Initiative kam genau richtig: Im Oktober 2002 trat die Änderung der Arbeitsstättenverordnung in Kraft. Danach ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, Maßnahmen zu treffen, damit nichtrauchende Beschäftigte in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren geschützt werden.
Entspannung in der Apfelecke
Dass man mit ungewöhnlichen Konzepten gewinnen kann, bewies die Siemens-Firma "Information and Communication Mobile" in Bocholt. Dort wird bereits seit 1994 nur in speziell eingerichteten Raucherzonen geraucht. Doch das allein war kein Grund für die Auszeichnung. Damit die Tabakentwöhnung ein bisschen besser klappt, hat man sich in Bocholt als Alternative zur Zigarettenpause die "Apfelpause" einfallen lassen: In drei Abteilungen des Betriebes wurden "Apfelecken" eingerichtet, in denen Mitarbeiter an Stehtischen eine kurze Pause machen, einen Apfel essen und sich unterhalten können. Und Apfelduft riecht nicht nur frischer als Zigarettenqualm, sondern wirkt darüber hinaus noch entspannend, wie Wissenschaftler der Yale-Universität nachgewiesen haben.
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