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Gesundheit
 
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.


Heikle Situation  

Die tägliche Alkoholfahne ist ein untrügliches Indiz - offenkundig hat ein Mitarbeiter Suchtprobleme. Was tun? Spricht man ihn direkt darauf an oder wartet man, bis sein Suchtverhalten untragbar wird? In jedem Fall eine heikle Situation für Führungskräfte und Betroffene.

Diese Unsicherheit ist im Umgang mit Alkoholsucht besonders groß. Nicht nur weil schwer zu beurteilen ist, ab wann eine Sucht vorliegt, sondern auch weil Alkoholprobleme oft bagatellisiert werden. Zu Unrecht, wie Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS) zeigen. Danach sind mindestens 5 % der Arbeitnehmer alkoholabhängig, 10 % stark gefährdet.
Als veraltet gilt die These, dass es einem Süchtigen richtig schlecht gehen muss, bevor er sich seinem Alkoholproblem stellen kann. Im Gegenteil: Je früher die Intervention, desto größer die Wahrscheinlichkeit des Verbleibs im Beruf. Deshalb sollte der Mitarbeiter frühzeitig angesprochen werden. "Das ist schon aus wirtschaftlichen Gründen notwendig", rät die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk. "Alkoholkranke Mitarbeiter haben eine zwei- bis dreifach höhere Zahl von Krankheitstagen als der Durchschnitt der Belegschaft." Meist lassen Auffälligkeiten im Erscheinungsbild, im Arbeits- und Sozialverhalten auf Alkoholsucht schließen. Soweit es sich um konkrete Fakten und nicht um Gerüchte handelt, sollte der Mitarbeiter damit konfrontiert werden. Dabei geht es nicht um Vorhaltungen, sondern um das Angebot, ihn bei der Bekämpfung seiner Krankheit zu unterstützen. Erleichtert wird der Umgang mit Suchtmittelmissbrauch durch eine Betriebsvereinbarung, in der ein Ablaufplan mit klaren Regeln und Hilfsangeboten formuliert ist. Und nicht zuletzt hilft als präventive Maßnahme ein generelles Alkoholverbot am Arbeitsplatz.



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