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Gesundheit
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.
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Werkstatt für den Rücken
Manches Produkt hat es geschafft, dank seiner Popularität für ein ganzes Genre zu stehen. Tempo ist so ein Beispiel. Wer spricht noch von Papiertaschentüchern? Bei der Prävention von Rückschmerzen hat der Begriff „Kieser Training“ mittlerweile eine vergleichbare – wenn auch weitaus schnellere – Erfolgskarriere hingelegt.
Sein Werner Kieser hat sich innerhalb von nicht einmal acht Jahren zum größten Anbieter von gesundheitsorientierten Krafttraining im deutschsprachigen Markt entwickelt. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile 103 Betriebe, die seinen Namen tragen, da alle Studios nach dem Franchise-Prinzip aufgebaut sind. Nach eigenen Angaben hat es die Kieser-Gruppe 2003 auf einen Umsatz von 100 Millionen Euro gebracht. Der ehemalige Boxer, der bereits 1967 sein erstes Fitness-Studio eröffnete - lange bevor die Fitness-Welle aus den USA nach Europa hinüberschwappte - hat mit seiner Kräftigungs-Therapie" ein Marktlücke entdeckt und erfolgreich besetzt. Laut Statistik klagt mindest jeder vierte Bundesbürger gelegentlich über Rückenschmerzen, die jährlich zu über 30 Millionen Arztbesuchen führen und im Jahr rund 65 Milliarden Euro kosten. Warum gerade der Rücken bei Kieser im Vordergrund steht, begründet der 64-jährige Unternehmer so: Rücken ist der Stamm, der gestärkt werden muss, weil von ihm viele Verästelungen abgehen." Er setzt dabei mit
in den USA entwickelten Kraftmaschinen auf die Stärkung der tiefer liegenden Muskulatur der Wirbelsäule.
Auf das Wesentliche
konzentrieren
Dass Kieser mittlerweile annähernd 200.000 Kunden hat, erklärt er auch damit, dass sich in seinen Studios auf das Wesentliche konzentriert wird: zu uns kommt, will trainieren und dann wieder gehen." Aus Fitness-Studios bekannte Accessoires wie Sauna, Saftbar oder Solarium gibt es nicht. Im Gegensatz zu den teils üppigen Palästen seiner Wettbewerber sind seine Trainingsräume puristisch eingerichtet, selbst Bilder an der Wand fehlen, noch ertönt sanfte Hintergrundmusik. Kieser selbst ist um gute Sprüche nie verlegen. Auf die Frage, warum seine
Studios so konsequent sportfeindlich wirkten, antwortete er knapp: wir keinen Sport machen: das Auto in die Werkstatt, den Körper zu Kieser. So einfach."
Der Schweizer ist aber Geschäftsmann genug, um weiter auf Wachstum zu setzen: allen europäischen Gesundheitssystemen setzen die Politiker auf mehr Eigenverantwortung, Prävention wird eine immer größere Rolle spielen." Bei der Vorbeugung von Rückschmerzen will es der Schweizer nicht belassen. Nach seinen Recherchen leidet jede dritte Frau nach Ende der Menopause an Osteoporose. Auch hier, so Kieser, könne ein Krafttraining helfen. An entsprechenden Programmen arbeitet er mittlerweile.
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