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Gesundheit
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.
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Viel Geld für Gesundheit
Arbeitsschutz, Suchtprophylaxe oder Rückenschulen - für betriebliche Gesundheitsförderung können Unternehmen in Deutschland viel Geld ausgeben, wenn sie wollen. Aber lohnt sich das wirklich? Diese Frage stellte sich die Initiative Arbeit und Gesundheit, eine Kooperation des BKK Bundesverbandes und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften.
Dass die krankheitsbedingten Fehlzeiten hohe Kosten und Belastungen für Betriebe bedeuten, ist keine Frage. Laut Berechnung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin belaufen sich die indirekten Kosten durch krankheitsbedingte Arbeitsausfälle auf 44,8 Mrd. Euro. 78 % aller Arbeitsunfähigkeitstage fallen in Zeiträume mit Lohnfortzahlung, also in die ersten sechs Wochen. Dazu kommen Ausgaben für Ersatzkräfte und Produktionsausfall sowie die Kosten der Sozialversicherungssysteme.
1 Euro investiert, 2,5 Euro gespart
Die von der BKK-Initiative ausgewerteten Studien beweisen nun, dass sich gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz tatsächlich lohnen: Um 12 bis 36 % reduzierten sich anschließend die betrieblichen Fehlzeiten. Das ist bares Geld für die Betriebe, denn sie verringerten ihre Kosten bis zu 4,9 Euro pro investiertem Euro. Dabei zeigen sich die vollständigen finanziellen Auswirkungen von betrieblicher Gesundheitsförderung teilweise erst nach Jahren, z.B. bei der Verhinderung von Rückenschäden durch die Vermeidung von Haltungsfehlern,
Schwedisches Vorbild: IKEA
Beispielhaft für eine erfolgreiche Gesundheitsvorsorge ist das schwedische Möbelhaus IKEA. Seit der Einführung gesundheitsfördernder Maßnahmen im Jahr 2001 stellt sich in dem skandinavischen Unternehmen keiner mehr die Frage, ob Prävention lohnt. Seitdem gibt es in der Leipziger Niederlassung eine Rückenschule, einen medizinischen Masseur für die Mitarbeiter sowie Ruheräume, die einen erholsamen Mittagsschlaf ermöglichen. Auch Antisuchtprogramme und Ernährungsberatungen zählen zu den Standards. Im Sindelfingener Haus gibt es zudem einen regelmäßigen Gesundheitszirkel, der mindestens einmal jährlich feststellt, welche Maßnahmen Erfolg gehabt haben und welche neuen Maßnahmen angestrebt werden. Ein Engagement, das sich bezahlt macht, stellt IKEA-Personalentwicklerin Daniela Möcklin zufrieden fest. "Innerhalb eines Jahres konnte so der Krankenstand um 1 % reduziert werden." Und das bedeutet für IKEA immerhin Einsparungen von mehr als 65.000 Euro pro Haus.
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