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Gesundheit
Mehr Leistungsfähigkeit und höhere Produktivität – gesunde Mitarbeiter sorgen für „gesunde“ Unternehmen. Was Arbeitgeber zur Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigung tun können, erfahren Sie hier.
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Gesunde Mitarbeiter – gesundes Unternehmen
Beamte, die im Dienst schlafen? Und das betrieblich sanktioniert? In der Stadtverwaltung Vechta ist das seit Beginn dieses Jahres Realität. „Wir setzen auf fitte Mitarbeiter“, erläutert Dr. Frank Käthler, Leiter des Referates für Pressearbeit in Vechta, das aktuelle Gesundheitsförderungsprogramm der Stadt, das für viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gesorgt hat.
"Power Napping", also der mittägliche Schlaf als Leistungsquelle, ist in US-Unternehmen schon vor Jahren mit viel Erfolg eingeführt worden. Laut wissenschaftlichen Studien wird dadurch sowohl das Gedächtnis als auch die Herzfunktion und damit die Leistungsfähigkeit gestärkt. "Bisher ist unser Krankenstand zwar nicht höher als andernorts", so Käthler, "aber vielleicht lässt er sich ja sogar noch senken!"
Die Gesundheit der Mitarbeiter wird in Zeiten engerer Märkte, knapperer Ressourcen und dem Druck, Leistungen immer besser, preisgünstiger und schneller erbringen zu müssen, zu einer zentralen Voraussetzung für jeden Betrieb. Durchschnittlich 17 Kalendertage pro Jahr gehen in Deutschland durch Arbeitsunfähigkeit verloren. Die daraus resultierenden Produktionsausfallkosten summieren sich auf fast 51 Millarden Euro , so der informationsdienst wissenschaft, von den Kosten für die Entgeltfortzahlung, Vertretungsregelungen oder Überstunden einmal zu schweigen.
Positives Betriebsklima
Gesundheitsfördernde Maßnahmen sowie auf die Mitarbeiter und die Arbeitssituation ausgerichtete Arbeitsbedingungen erhöhen nicht nur die Leistungsbereitschaft, sondern wirken sich auch positiv auf das Betriebsklima aus. Das Bewusstsein um diese Zusammenhänge ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und viele Betriebe sind heute auf der Suche nach geeigneten Mitteln, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und damit letztlich auch die Gesundheit des Betriebes zu stärken.
Hier zu investieren, zahlt sich langfristig aus, erkannte auch die Stadt Vechta und hat sich daher zusammen mit der AOK Vechta auf diesen neuen Weg begeben. "Die Stadtverwaltung Vechta hat bezogen auf die Stadtgröße die niedrigste Mitarbeiteranzahl in ganz Niedersachsen. Also viel Arbeit für wenige Mitarbeiter, was für den Einzelnen einen hohen Leistungsdruck darstellt", berichtet Käthler zum Hintergrund für die Einführung des Konzeptes zur Gesundheitsförderung. "Da wir die Leistungsbereitschaft dauerhaft erhalten wollen, ohne zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, mussten wir uns etwas einfallen lassen."
Gesteigerte Leistungsbereitschaft
Nun wird ein ganzheitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung realisiert, der Ernährung, Fitness und Entspannung sowie Gesundheitsberatung umfasst. Ziel ist es, ein gesundheits -bewusstes Verhalten bei den einzelnen Mitarbeitern zu erreichen und im Zusammenwirken mit allen Beteiligten die Arbeitssituation in Richtung Gesundheitsförderung zu entwickeln. Es soll ein grundlegender Prozess gestartet werden, in dessen Verlauf die Mitarbeiter der Stadt Vechta lernen, wie sie das Thema Gesundheit und Arbeit miteinander in Einklang bringen können.
Dass die Mitarbeiter von dem Projekt begeistert sind, beweist die Zahl der Teilnehmer an den Kursen: Von 180 Mitarbeitern haben sich 174 angemeldet. "Die Einführung dieses Projektes bedeutet auch, aktiv Binnenmarketing durchzuführen", unterstreicht Käthler einen weiteren wichtigen Aspekt, "denn Mitarbeiter, die das Gefühl haben, dass ihr Unternehmen etwas für sie tut, sind besonders motiviert!"
Fitness in der Mittagspause
"Ein gesunder Körper ist die beste Grundlage für einen gesunden Geist" - getreu diesem Motto wird bei der Deutschen Bank in Frankfurt/Main auf ein breites Sportangebot für die Mitarbeiter gesetzt. "Sportliche Aktivitäten tragen dazu bei, Stresssituationen abzubauen und verbessern Fitness und Leistungsfähigkeit des Einzelnen", erläutert Hermy Unger, Leiterin Organisation Sportbereich, das Konzept. Ein weiterer Aspekt ist die soziale Komponente: Betriebssport schafft ein kommunikatives Element. Das trägt zu einem besseren Klima in der Belegschaft bei und steigert das Zusammengehörigkeitsgefühl. Gleichzeitig bindet es im Sinne der Corporate Identity den Mitarbeiter an sein Unternehmen.
Rund 30 Angebote gibt es bei der Deutschen Bank, für die geringe monatliche Mitgliedsgebühren erhoben werden. Neben den klassischen Betriebssportarten Fuß- oder Handball gibt es in Frankfurt auch Yoga und Golf. So ist gewährleistet, dass für jeden Mitarbeiter das Richtige dabei ist - und das zu jeder Zeit. Denn die Angebote sind den ganzen Tag über nutzbar. Training statt Mittagsruhe ist hier kein Problem: "Wer möchte, kann in der Mittagspause ins Fitnessstudio", so Unger. Und wer noch zielgerichteter etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann an den Gesundheitsprogrammen teilnehmen, die firmenintern in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen durchgeführt werden.
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