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Keine Mitarbeiter von der Stange
Qualität - Auf diese kurze Formel lässt sich die erfolgreiche Kooperation von iwis antriebssysteme GmbH & Co. KG und dem Berufsförderungswerk (BFW) München bringen: Der Kettenproduzent benötigt immer wieder Fachkräfte im Qualitätswesen und das BFW bietet mit seiner Ausbildung zum Qualitätsfachmann genau die Fachkräfte, die mit ihren fachlichen und sozialen Qualifi kationen den erforderlichen Personal bedarf abdecken.
Im Münchner Stammhaus der iwis antriebssysteme GmbH & Co. KG steuert Qualitätsmanagerin Anka Melzer alle Qualitätsaktivitäten und wird dabei von sechs Kollegen unterstützt, von denen drei im BFW München ausgebildet wurden. Der intensive Kontakt zwischen beiden Unternehmen besteht schon seit Jahrzehnten. "Wenn wir einen neuen Kollegen in meiner Abteilung benötigen", bestätigt Anka Melzer, "kommen Personalreferent Friederich Hatzfeld und ich nach Kirchseeon und stellen die fachlichen sowie persönlichen Anforderungen an den Stellenbewerber vor. Anschließend führen wir die ersten Bewerbungsgespräche." So auch Anfang 2010 bei den Absolventen des diesjährigen Kurses: Seit Anfang März verstärkt nun Stefan Göttke das Team des weltweit tätigen Produzenten für Industrieketten und Steuerketten für Automobile.
Sozialorientierte Personalführung "Wir wollen keine Mitarbeiter von der Stange", erläutert Friederich Hatzfeld, "der Geschäftsführung ist es wichtig, dass sich die Beschäftigten in ihren Teams wohlfühlen, aber auch hochmotiviert die erforderliche Leistung bringen." Die Förderung der Identifikation mit dem eigenen Unternehmen wird bei der iwis Gruppe großgeschrieben. Der frühzeitige persönliche Kontakt zum künftigen Mitarbeiter ist dabei nur ein Instrument. Obwohl kurz nach der wirtschaftlichen Krise noch kein Mangel an Fachkräften spürbar ist, möchte die Firma doch vorsorgen. Friederich Hatzfeld: "Wir wollen im nächsten Lehrjahr unsere Ausbildungsquote weiterhin auf sehr hohem Niveau halten. So sorgen wir für den notwendigen Fachkräftenachwuchs und bieten den älteren Mitarbeitern die Chance, die Altersteilzeit sinnvoll zu nutzen. Es ist natürlich selbstverständlich, dass alle Auszubildenden vom Betrieb übernommen werden." Doch auch bei der iwis-Gruppe steigt der Bedarf an kompetenten Fachkräften stetig an, wobei dagegen künftig Anlernkräfte weniger eingesetzt werden können - ein Indiz für den weiteren Bedarf an bereits gut ausgebildeten Qualitätsfachleuten aus dem BFW München.
als fester Bestandteil der Firma Zahlreiche personalpolitische Maßnahmen fördern die Bindung der Beschäftigten an den Betrieb: Die "Kinderkette" beispielsweise. Kein besonderes Produkt des Betriebes, sondern eine soziale Einrichtung, die lange vor der Diskussion über den demografischen Wandel entstand: Schon 1973 wurde vom Geschäftsführer Gerhard Winklhofer der Betriebskindergarten "Kinderkette" gegründet - ein wichtiges Glied im Konzept der familienorientierten Arbeitswelt der Firma. Durch die sehr flexiblen Öffnungszeiten von 6 bis 17 Uhr, Mittagsverpflegung und ganzjährige Öffnung wird besonders alleinerziehenden Betriebsangehörigen die Sorge um die Unterbringung der eigenen Kinder abgenommen. So werden die Arbeitsmotivation gestärkt und Fehlzeiten verringert. Ein besonderes Plus: Um die Integration der Kinder der ausländischen Mitarbeiter aktiv zu unterstützen, wird ihnen die Teilnahme am Deutsch- und Englischunterricht angeboten. Gemeinsame Ski- und Wandertage, Radtouren, Fußball- oder Squashturniere runden die Personalpolitik ab. Und damit auch Mittagspausen zum kleinen Erlebnis werden, treffen sich bei schönem Wetter etwa 100 Mitarbeiter zum gemeinsamen Grillen auf dem Betriebsgelände. Ein so vorausschauendes und personalverantwortliches Handeln der Unternehmensführung ist sicher nicht alltäglich. Und umso erfreulicher ist, dass ein Teil dieses sozialen Handelns in der langjährigen Kooperation mit dem BFW München besteht, in dem Erwachsene mit gesundheitlichen Handicaps die Chance erhalten, sich beruflich neu zu orientieren.
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