|
|
Erfolgreiche Integration durch aktive Netzwerke
Bei der Einstellung von Mitarbeitern legt das Archivcenter Fürstenfeldbruck und Markt Schwaben der Iron Mountain Deutschland GmbH natürlich viel Wert auf die fachlichen Kompetenzen der Bewerber. Zusätzlich lassen sich die Verantwortlichen gerne von einem anderen Gesichtspunkt leiten: Chancengleichheit.
"Chancengleichheit für behinderte Menschen oder Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund steht für uns im Vordergrund", erklärte Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland GmbH. "Sie leisten unter geeigneten Rahmenbedingungen die gleiche Arbeit und sind genauso flexibel einsetzbar wie jeder andere auch." Dieser Ansatz ist fester Bestandteil der Firmenphilosophie von Iron Mountain, einer führenden Firma im Bereich Information Management Services, also Dienstleistungen für das Archivmanagement und Datensicherung für Unternehmen in aller Welt.
Trotz eines hohen Bedarfs im Bereich Lagerlogistik ist es oft nicht einfach, die eigenen Vorstellungen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter umzusetzen: Obwohl sich die Verantwortlichen des Archivcenters mit ganzem Herzen engagierten, konnten ihre Wünsche zunächst nicht realisiert werden. Die erste Zusammenarbeit mit einem gehörlosen Mitarbeiter funktionierte nicht reibungslos und wurde in gegenseitigem Einvernehmen beendet. Doch Iron Mountain blieb dabei: Was liegt näher, als wieder einen gehörlosen Kollegen einzustellen, zumal die Multitone-Anlage, die der Kommunikation mit Gehörgeschädigten dient, schon installiert war? Mit dieser Anlage können problemlos verschiedene Inhalte gesendet werden. Der Empfang von Informationen und Warnmeldungen wird durch Vibration signalisiert. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit wünschten sich die Mitarbeiter aber vor allem eine Schulung im Umgang mit gehörlosen Mitarbeitern. Doch wer bietet hier Unterstützung?
Die Wende kam am regionalen Unternehmerabend "Gesundheit und Wettbewerb" für kleine und mittlere Betriebe der Region Ebersberg, zu dem die Regionalstelle "Gesunde Arbeit" des Berufsförderungswerks (BFW) München im November 2009 in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft, Industrie- und Handelskammer und AOK des Landkreises Ebersberg einlud. Das Projekt "Gesunde Arbeit" wird in Bayern von den Berufsförderungswerken München und Nürnberg durchgeführt und unterhält in diesen Regionen Regionalstellen - gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie von der "Initiative neue Qualität der Arbeit". Das Ziel des Projektes ist, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für das Thema betriebliche Gesundheit zu sensibilisieren, zu präventivem Denken und Handeln zu motivieren und passgenaue Gesundheitsdienstleistungen für den Betrieb aufzuzeigen.
Kompetente Beratung - kostenfrei und unbüro kratisch
Wie können Unternehmen bei einem langzeiterkrankten Mitarbeiter reagieren? Welche Gesundheitsförderung ist in Kooperation mit einem Gesundheitsdienstleister für den Betrieb sinnvoll? Wie und wann kann ein Arbeitgeber schnell den richtigen Ansprechpartner in unserem vielfältigen sozialen Sicherheitssystem finden? Bei Fragen wie diesen rund um das Thema Gesundheitsschutz und betriebliches Eingliederungsmanagement stehen die Mitarbeiterinnen des Projekts "Gesunde Arbeit" hilfreich und kostenfrei zur Verfügung. So auch im Fall von Iron Mountain: "Gesunde Arbeit" konnte dank seines umfassenden Netzwerks schnell den richtigen Ansprechpartner für das Unternehmen vermitteln - den Integrationsfachdienst München-Freising gGmbH. Unter Begleitung von "Gesunde Arbeit" wandte sich dieser zeitnah an das Archivcenter. Mit Erfolg: Nach einer Betriebsbegehung absolviert seit Januar nun Hans- Georg B., der seit dem 4. Lebensjahr gehörlos ist und derzeit eine Integrationsmaßnahme besucht, sein Praktikum bei Iron Mountain in Markt Schwaben. "Er hat sich schon sehr gut eingearbeitet und die Ergebnisse seine Arbeit werden von seinen Kollegen sehr geachtet", bestätigt Iron Mountain- Geschäftsführer Hans-Günter Börgmann. Nach dem Praktikum sind ein fester Arbeitsvertrag und die gewünschte Schulung im Umgang mit hörgeschädigten Kollegen geplant. Auch sie wird vom ifd durchgeführt.
Kontakt:
Christine Treitler, Projekt Arbeit",
Tel. 08091 51-1068,
c.treitler@bfw-muenchen.de
Regionaler Projektleiter: Jochen Kunert j.kunert@bfw-muenchen.de
 |
|
|
|