|
|
Erfolgreiches Team für das Gesundheitsmanagement
Langjähriges Engagement für gesunde Arbeitsbedingungen in den Betrieben zahlt sich für Unternehmer und Mitarbeiter aus. Das Berufsförderungswerk München widmete sich diesem Themenbereich schon vor der gesetzlichen Einführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) nach § 84 (2) SGB IX und knüpfte von Beginn an wichtige Kontakte.
Einer der ersten Kooperationspartner für das BFW war die Deutsche Bahn AG, die froh über diese Initiative war: "Für uns war vor 10 Jahren das zukunftsweisende Konzept des BFW München für die enge Zusammenarbeit ausschlaggebend", so Sabine Belter vom Gesundheitsmanagement der Deutschen Bahn in Berlin. "Damals wurden von ihm die ,Berufsfürsorger der Bahn' weitergebildet, nach der Einführung des BEM wurde der Kontakt noch intensiver."
Es war Gabriele Bäumler, Teamleiterin des Case Managements im BFW, die erste Kontakte zu potentiellen Partnern knüpfte, mit ihrem jungen Team die Konzepte im Rahmen des Gesundheitsmanagements entwickelte und die Kooperationen weiter ausbaute. Ihre Qualifizierung als erfolgreiche Disability Managerin bestätigte sie durch eine Weiterbildung mit dem Erwerb des Zertifikats "Certified Disability Management Professional" (CDMP). Das BFW München wurde im Zuge der weiteren Entwicklung Mitglied im "Verein der zertifizierten Disability-Manager Deutschlands e.V." (VDiMa) und Gabriele Bäumler als Vertreterin der Einrichtung im vergangenen Jahr zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Nun kann sie neben der praktischen Tätigkeit ihre vielfältigen Erfahrungen und Kenntnisse in die Vereinsarbeit erfolgreich einbringen.
Das Case Management
Die ersten sieben Jahre der Arbeit des Case Managements im BFW München haben sich bisher sehr erfolgreich entwickelt. Den Anfang machte 2002 die Kooperation mit einer der Direktionen der AOK Bayern. Nachdem der "Probebetrieb" über ein halbes Jahr zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten abgelaufen war, wurde die weitere Zusammenarbeit vertraglich festgelegt und innerhalb der nächsten zwei Jahre auf alle südbayerischen Direktionen ausgeweitet. Derzeit bestehen weitere intensive Kooperationen mit den Krankenkassen BEK, DAK sowie den Betriebskrankenkassen BMW und mhplus.
Worum geht es? Menschen, die aufgrund einer länger andauernden Krankheit oder immer wiederkehrenden Erkrankungen vermutlich ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können, erhalten ein so genanntes Mehrwert-Angebot der oben genannten Krankenkassen. Durch dieses Zusatzangebot sollen neue berufliche Perspektiven aufgezeigt werden. Hier übernehmen die Case Manager die Rolle des Lotsen, der den Versicherten bei seiner individuellen Lösungssuche unterstützt. In den meisten Fällen werden innerbetriebliche Lösungen angestrebt und gefunden. Um weiterhin die beruflichen Erfahrungen und das konkrete Fachwissen des Betroffenen nutzen zu können, wurden die individuellen Arbeitsanforderungen in vielen Fällen erfolgreich den gesundheitlichen Erfordernissen angepasst.
Dieser Lösungsansatz wurde mit der gesetzlichen Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements genauso effektiv weitergeführt. Neben der Deutschen Bahn nutzen beispielsweise auch die Stadtwerke München, die Stadt Rosenheim oder die Fraunhofer Gesellschaft die Dienste des Case Managements im BFW München.
Gabriele Bäumler (links) und ihr junges Team
 |
|
|
|