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Beruflicher Neustart in der Metallverarbeitung
Die Berufe des Maschinenbaus gelten in Deutschland als krisensicher. Die gute Konjunktur und die bekannten Exporterfolge in Deutschland bestätigen diese Tatsache. Und dass besonders im Wirtschaftsraum München gute berufliche Chancen bestehen, zeigen die Vermittlungserfolge des Berufsförderungswerks.
Von den 13 Teilnehmern des Feinwerkmechaniker- Kurses, die im Februar 2008 ihre Prüfung im BFW in Kirchseeon abgeschlossen haben, bekamen 11 schon vor Ausbildungsabschluss die feste Zusage einer beruflichen Anstellung. Bei einer solch sicheren beruflichen Zukunft setzen die Rehabilitanden auch künftig auf diese Ausbildungsrichtung: 24 feste Anmeldungen für den nächsten Kurs machen das zunehmende Interesse für die Metallausbildung deutlich.
Die Berufe des Maschinenbaus gelten aber nicht nur als krisensicher, sondern auch als Männerberufe. Astrid Maria Gebhardt sieht das ganz anders: Die 28-Jährige hat im BFW München eine Ausbildung zur Feinwerkmechanikerin gemacht und sich überaus wohl gefühlt zwischen den Maschinen in der Werkstatt des BFW und den männlichen Ausbildungskollegen. Dass sie seit längerer Zeit wieder die erste Frau unter den männlichen Auszubildenden war, macht ihr nichts aus: "Ich wundere mich sogar darüber, dass dieser Arbeitsbereich als Männerdomäne gilt", meint sie. "Dieser Beruf erfordert keine körperlichen Anstrengungen und schmutzig werden meine Hände nur ganz selten."
Ein wichtiges Sprungbrett für den beruflichen Erfolg ist das betriebliche Praktikum für die angehenden Mechaniker, das zwischen September und November letzten Jahres stattfand. "Meine Kollegen bei der Praktikumsfirma hätten mich am liebsten für immer dabehalten", erinnert sich Astrid Maria Gebhardt. "Mein Chef war äußerst zufrieden mit meiner Arbeit und versprach mir, mich nach der Prüfung sofort zu übernehmen." Kein Wunder, denn sie sprüht vor Begeisterung, auch über die Vielseitigkeit ihrer handwerklichen Ausbildung.
Handwerkliche Produkte herzustellen und mit den verschiedenen Werkstoffen - vom Kunststoff bis zu den unterschiedlichen Arten des Metalls - zu arbeiten, das ist es, was Astrid Maria Gebhardt an ihrem Beruf besonders mag. Ihr praktisches Können hatte natürlich auch positive Auswirkungen auf ihre Ergebnisse der Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Im praktischen Teil hat sie hervorragend abgeschlossen und war in der gesamten Abschlussprüfung die Beste ihres Jahrganges im BFW München. Nun arbeitet sie seit mehreren Wochen in ihrem ehemaligen Praktikumsbetrieb, bei der Heinrich Nymphius GmbH in München. Neben der Lohnfertigung stellt der Betrieb Füllinjektoren für die Schaumstoff-Verarbeitung und so genannte Nutzentrenner für den Zuschnitt von Leiterplatten unter eigenem Namen her. "In diesem Bereich ist Astrid Maria Gebhardt derzeit beschäftigt", berichtete Matthias Nymphius, ihr Vorgesetzter in der Firma. Besonders imponiert haben ihm die Art der ersten Kontaktaufnahme und der Beginn des Praktikums: "Die Initiative ging von ihr aus und seit Beginn des Praktikums arbeitete sie selbstständig an der Werkzeugmaschine und benötigte keine besondere Einweisung. Sie erledigte sofort zielgerichtet und sorgfältig die ihr aufgetragenen Aufgaben." Nach diesen ersten Eindrücken fiel ihm später die Entscheidung natürlich leicht, Astrid Maria Gebhardt nach dem Abschluss ihrer Ausbildung als vollwertige Arbeitskraft einzustellen.
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