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BFW-Fachkräfte gefragt
Die Tatsache ist schon in aller Munde. Die wirtschaftliche Konjunktur in Deutschland ist endgültig angesprungen. Durch die positive weltwirtschaftliche Entwicklung kann die deutsche Exportwirtschaft besonders im Maschinenbau 2006 auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Aber nicht nur da.
Auch in anderen Branchen, wie zum Beispiel in der Bauwirtschaft, wird zunehmend investiert. Nach einer langjährigen Zurückhaltung, aber auch aufgrund neuer Investitionen privater Unternehmen oder bei den Kommunen, ist der Konjunkturmotor in der Baubranche angesprungen. Der sehr milde Winter 2006/2007 verhinderte zudem eine längere Unterbrechung der begonnenen Bautätigkeiten. Die steigende Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften spürt auch das Berufsförderungswerk München - Anrufe interessierter Arbeitgeber und telefonische Umfragen bei den ehemaligen Rehabilitanden unterstützen den positiven Trend. Die Befragung der Absolventen des Jahres 2006 ergab besonders bei den derzeit boomenden Branchen sehr gute Vermittlungsquoten. So konnten z.B. 100 % der Feinwerkmechaniker, Bautechniker sowie Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung in den Arbeitsmarkt integriert werden. Auch bei den anderen Berufen liegt die Vermittlungsquote bei 70 oder mehr Prozent. Obwohl die wirtschaftlichen Analysen für die Jahre 2007 und 2008 eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik ankündigen, bleibt die konjunkturelle Entwicklung weiterhin aufwärts gerichtet, da der wirtschaftliche Aufschwung auf breiter Basis steht. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und die Binnennachfrage zieht weiter an. Zusätzlich trägt wieder der private Konsum zum allgemeinen Wirtschaftswachstum bei. Die Lohnzusatzkosten verringern sich im Jahr 2007 und die laufenden Tarifverhandlungen lassen Einkommensverbesserungen bei den Arbeitnehmern erwarten. Somit wird die konsolidierte Konjunktur in diesem Jahr auch wie in den vergangenen Monaten die Zahl der Erwerbstätigen erhöhen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) prognostiziert nach einem Beschäftigungsanstieg von 280.000 Personen im Jahre 2006 für 2007 300.000 zusätzlich Beschäftigte. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht sogar in seiner Konjunkturprognose 2007 von einem Anstieg um 500.000 Erwerbstätigen aus. Von diesem Beschäftigungsanstieg profitieren besonders auch die Bereiche Maschinenbau, Spedition und Logistik, personenbezogene Dienstleistungen (z.B. die Bereiche Gesundheit und Pflege), die IT-Branche und die Bauwirtschaft. Die Folge ist, dass trotz der relativ hohen Arbeitslosenquote in Deutschland in diesen Branchen heute wieder dringend gut ausgebildete Fachkräfte gesucht werden, die u.a. das BFW München ausbildet und bei konkretem Bedarf eines Arbeitgebers passgenau für einen Arbeitsplatz qualifiziert. Nach einer DIHK-Umfrage zu Jahresbeginn können Geringqualifizierte ohne abgeschlossene Berufsausbildung nicht von der günstigen konjunkturellen Entwicklung profitieren. Diese potentiellen Arbeitskräfte können also nicht verhindern, dass der Fachkräftemangel zu einer Wachstumsbremse werden kann. Als wichtigste Lösungsmöglichkeit bleibt die intensive Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung und das lebenslange Lernen. Die Berufsförderungswerke können einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten. Sie ermöglichen Menschen mit Behinderungen die weitere Teilhabe am Arbeitsleben und schulen gleichzeitig berufserfahrene Rehabilitanden zu kompetenten Fachkräften um.
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